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Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

Merck

Überblick 2015

  • Umsatzerlöse steigen um 13,0% auf 12,8 Mrd €
  • Alle Bereiche organisch gewachsen
  • EBITDA vor Sondereinflüssen um 7,1% auf rund 3,6 Mrd € gesteigert
  • Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen um 5,9% auf 4,87 € verbessert
  • Business Free Cash Flow wächst um 6,2% auf 2,8 Mrd €
  • Healthcare: Robustes Basisgeschäft und Kooperation mit Pfizer entwickelt sich nach Plan
  • Life Science: Starkes und profitables organisches Umsatzwachstum begleitet den erfolgreich abgeschlossenen Akquisitionsprozess von Sigma-Aldrich
  • Performance Materials: Marktposition in allen Geschäften mit organischen Umsatzerlösen auf Vorjahresniveau erfolgreich verteidigt
  • Unternehmensziele für 2015 voll erfüllt

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Merck-Konzern

Kennzahlen

in Mio € 2015 2014 Veränderung
in %
Umsatzerlöse1 12.844,7 11.362,8 13,0
Operatives Ergebnis (EBIT) 1.843,2 1.762,0 4,6
Marge (in % der Umsatzerlöse)1 14,3 15,5
EBITDA 3.354,1 3.122,9 7,4
Marge (in % der Umsatzerlöse)1 26,1 27,5
EBITDA vor Sondereinflüssen 3.629,8 3.387,7 7,1
Marge (in % der Umsatzerlöse)1 28,3 29,8
Ergebnis je Aktie (in €) 2,56 2,66 – 3,8
Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen (in €) 4,87 4,60 5,9
Business Free Cash Flow 2.766,2 2.605,1 6,2
1
Die Zusammensetzung der Umsatzerlöse wurde angepasst, siehe Anmerkung „Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Ausweisänderungen“ im Konzernanhang.

Entwicklung der Umsatzerlöse sowie der Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2015 erzielten wir Umsatzerlöse in Höhe von 12.845 Mio € (Vorjahr: 11.363 Mio €) und konnten damit eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr von 13,0% beziehungsweise 1.482 Mio € erreichen. Diese positive Umsatzentwicklung war auf organisches Wachstum, positive Wechselkurseffekte sowie akquisitionsbedingte Steigerungen zurückzuführen. Die organische Umsatzsteigerung belief sich im Berichtsjahr auf 2,6% beziehungsweise 293 Mio €. Bedingt durch einen gegenüber den wichtigsten Währungen schwächeren Euro ergaben sich im Saldo positive Wechselkurseffekte von 6,2% beziehungsweise 702 Mio €. Ausschlaggebend hierfür waren hauptsächlich der US-Dollar sowie asiatische Währungen, insbesondere der Chinesische Renminbi und der Taiwanesische Dollar. Gegenläufige negative Wechselkurseffekte resultierten überwiegend aus lateinamerikanischen Währungen, wie zum Beispiel dem Venezolanischen Bolivar oder dem Brasilianischen Real. Durch Akquisitionen / Veräußerungen erhöhten sich die Umsatzerlöse im Saldo um 4,3% um 487 Mio €. Der akquisitionsbedingte Effekt aus der zum 2. Mai 2014 erfolgten Erstkonsolidierung von AZ Electronic Materials (AZ) belief sich auf 203 Mio € und der Umsatzanstieg aufgrund der Einbeziehung von Sigma-Aldrich seit dem 18. November 2015 betrug 289 Mio €. Von den 289 Mio € wurden 279 Mio € im Bereich Life Science und 10 Mio € im Bereich Performance Materials erzielt. Infolge der Veräußerung des Geschäftsfelds Discovery and Development Solutions des Unternehmensbereichs Life Science mit Wirkung zum 31. März 2014 reduzierten sich die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 5 Mio €.

Die Entwicklung der Umsatzerlöse in den einzelnen Quartalen im Vergleich zum Vorjahr und die jeweiligen organischen Wachstumsraten sind in der nachfolgenden Übersicht dargestellt:


MERCK-KONZERN

Umsatzerlöse und organisches Wachstum nach Quartalen1
in Mio € / organisches Wachstum in %


1 Quartalsaufteilung ungeprüft.

Im Geschäftsjahr 2015 erzielte Healthcare 54% (Vorjahr: 58%) unserer gesamten Konzernumsätze und blieb damit unser umsatzstärkster Unternehmensbereich. Mit deutlichem Abstand folgten Life Science mit 26% (Vorjahr: 24%) und Performance Materials mit 20% (Vorjahr: 18%) Umsatzanteil. Die Erhöhungen der Umsatzbeiträge von Life Science und Performance Materials um jeweils zwei Prozentpunkte hingen im Wesentlichen mit den Akquisitionen von Sigma-Aldrich und AZ zusammen.


MERCK-KONZERN

Umsatzerlöse nach Unternehmensbereichen – 2015
in Mio € / % der Umsatzerlöse



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Merck-Konzern

Komponenten der Umsatzentwicklung nach Unternehmensbereichen – 2015

in Mio € / Veränderung in % Umsatzerlöse Organisches
Wachstum
Währungs-
effekte
Akquisitionen /
Veräußerungen
Gesamtveränderung
Healthcare 6.933,8 1,6 3,1 4,7
Life Science 3.355,3 6,5 8,4 10,2 25,1
Performance Materials 2.555,6 0,6 13,1 10,4 24,1
Merck-Konzern 12.844,7 2,6 6,2 4,3 13,0

Alle unsere Unternehmensbereiche verzeichneten im Geschäftsjahr 2015 organische Umsatzsteigerungen sowie positive Wechselkurseffekte. Mit einer organischen Steigerungsrate von 6,5%, die einem absoluten Anstieg von 173 Mio € entsprach, leistete Life Science absolut gesehen den stärksten Beitrag zu unserem organischen Umsatzwachstum, gefolgt von Healthcare mit einem organischen Umsatzanstieg von 106 Mio € beziehungsweise einer Steigerungsrate von 1,6% und Performance Materials mit 13 Mio € beziehungsweise 0,6%. Die Gesamtveränderung der Umsatzerlöse profitierte von positiven Währungseffekten sowie von Umsatzbeiträgen aus den akquirierten Geschäften. Vor allem getrieben durch die Erstkonsolidierung von Sigma-Aldrich erzielte Life Science – mit einer Steigerungsrate von 25,1% beziehungsweise 673 Mio € – die stärkste Umsatzerhöhung unserer Unternehmensbereiche.

Getrieben von positiven Wechselkursveränderungen und akquisitionsbedingten Zuwächsen stiegen in der Region Asien-Pazifik die Umsatzerlöse um 23,2% beziehungsweise um 798 Mio € auf 4.241 Mio € (Vorjahr: 3.443 Mio €). Damit entwickelte sich Asien-Pazifik zu unserer umsatzstärksten Region und zu unserem Wachstumsmotor; mehr als die Hälfte unseres gesamten Umsatzwachstums des Geschäftsjahres 2015 wurde hier erzielt. Insbesondere Performance Materials profitierte in dieser Region von positiven Währungseffekten und von der Einbeziehung von AZ Electronic Materials. Zum organischen Wachstum in Höhe von 4,7% trugen alle Unternehmensbereiche bei, wobei hauptsächlich Healthcare mit einer organischen Wachstumsrate von 10,4% diese Entwicklung wesentlich prägte. Der prozentuale Beitrag von Asien-Pazifik zum Konzernumsatz stieg um drei Prozentpunkte auf 33% (Vorjahr: 30%).

Die in Europa erzielten Umsatzerlöse wuchsen um 2,1% auf 4.103 Mio € (Vorjahr: 4.017 Mio €). Während die Unternehmensbereiche Life Science (+ 12,7%) und Performance Materials (+ 6,5%) wachsende Umsatzerlöse aufweisen konnten, musste Healthcare (– 2,1%) einen Umsatzrückgang hinnehmen. Insgesamt reduzierte sich im Geschäftsjahr 2015 der Beitrag der Region zu den Konzernumsätzen auf 32% (Vorjahr: 36%).


MERCK-KONZERN

Umsatzerlöse nach Regionen – 2015
in Mio € / % der Umsatzerlöse


Die Umsatzerlöse der Region Nordamerika beliefen sich auf 2.723 Mio € (Vorjahr: 2.152 Mio €) und stiegen damit im Vergleich zum Vorjahr um 26,5% an. Hierfür waren insbesondere vorteilhafte Währungseffekte aufgrund des starken US-Dollars und akquisitionsbedingte Erlössteigerungen, die überwiegend auf den Erwerb von Sigma-Aldrich zurückzuführen waren, verantwortlich. Das organische Wachstum des Unternehmensbereichs Life Science (+ 8,5%) wurde durch organische Umsatzrückgänge bei den beiden anderen Unternehmensbereichen aufgezehrt. Der Beitrag dieser Region zum Konzernumsatz betrug im Berichtsjahr 21% und erhöhte sich damit um zwei Prozentpunkte (Vorjahr: 19%).

In der Region Lateinamerika gingen die Konzernumsätze währungsbedingt leicht auf 1.265 Mio € (Vorjahr: 1.285 Mio €) zurück. Die negativen Währungseffekte waren hauptsächlich auf die Umstellung der Umrechnung des Venezolanischen Bolivar in die Berichtswährung Euro zurückzuführen. Diesbezüglich wird auf die Ausführungen in diesem Zusammenhang in der Note [7] „Ermessensentscheidungen und Schätzungsunsicherheiten“ im Konzernanhang verwiesen. Das organische Umsatzwachstum von 8,6% wurde von allen Unternehmensbereichen unterstützt. Im Geschäftsjahr 2015 trug Lateinamerika 10% (Vorjahr: 11%) zu den gesamten Konzernumsätzen bei.

Die Umsatzerlöse in der Region Mittlerer Osten und Afrika stiegen im Geschäftsjahr 2015 um 10,1% und beliefen sich auf 513 Mio € (Vorjahr: 466 Mio €). Das organische Umsatzwachstum von 6,8% war im Wesentlichen auf den Unternehmensbereich Healthcare zurückzuführen. Der Anteil dieser Region an den Konzernumsätzen betrug unverändert 4%.


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Merck-Konzern

Komponenten der Umsatzentwicklung nach Regionen – 2015

in Mio € / Veränderung in % Umsatzerlöse Organisches
Wachstum
Währungs-
effekte
Akquisitionen /
Veräußerungen
Gesamtveränderung
Europa 4.102,7 0,2 0,2 1,8 2,1
Nordamerika 2.722,9 – 0,9 17,9 9,6 26,5
Asien-Pazifik (APAC) 4.240,8 4,7 12,6 5,9 23,2
Lateinamerika 1.265,3 8,6 – 10,5 0,4 – 1,5
Mittlerer Osten und Afrika (MEA) 513,0 6,8 2,5 0,8 10,1
Merck-Konzern 12.844,7 2,6 6,2 4,3 13,0

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung des Merck-Konzerns entwickelte sich wie folgt:


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Merck-Konzern

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung1

in Mio € 2015 in % 2014 in % in Mio € Veränderung
in %
Umsatzerlöse 12.844,7 100,0 11.362,8 100,0 1.481,9 13,0
Herstellungskosten – 4.076,3 – 31,7 – 3.526,4 – 31,0 –549,9 15,6
(Davon: Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte)2 (– 166,6)   (– 94,0)   (– 72,6) (77,3)
Bruttoergebnis 8.768,4 68,3 7.836,4 69,0 932,0 11,9
             
Marketing- und Vertriebskosten – 4.049,5 – 31,5 – 3.589,1 – 31,6 – 460,4 12,8
(Davon: Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte)2 (– 778,9)   (– 719,0)   (– 59,9) (8,4)
Verwaltungskosten – 719,9 – 5,6 – 608,6 – 5,4 – 111,3 18,3
Forschungs- und Entwicklungskosten – 1.709,2 – 13,3 – 1.703,7 – 15,0 – 5,5 0,3
(Davon: Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte)2 (– 2,7)   (– 3,8)   (1,1) (– 30,5)
Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge – 446,6 – 3,5 – 173,0 – 1,5 – 273,6 158,2
Operatives Ergebnis (EBIT) 1.843,2 14,3 1.762,0 15,5 81,2 4,6
             
Finanzergebnis – 356,7 – 2,8 – 205,0 – 1,8 – 151,7 74,0
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.486,5 11,6 1.557,0 13,7 – 70,5 – 4,5
             
Ertragsteuern – 368,0 – 2,9 – 392,2 – 3,5 24,2 – 6,2
Ergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen 1.118,5 8,7 1.164,8 10,3 – 46,3 – 4,0
Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenem Geschäftsbereich 5,6 5,6
Ergebnis nach Steuern 1.124,1 8,8 1.164,8 10,3 – 40,7 – 3,5
             
Nicht beherrschende Anteile – 9,3 – 0,1 – 7,5 – 0,1 – 1,8 25,1
Konzernergebnis 1.114,8 8,7 1.157,3 10,2 – 42,5 – 3,7
1
Die Berichtsstruktur wurde angepasst, siehe Anmerkung „Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Ausweisänderungen“ im Konzernanhang.
2
Ohne Abschreibungen auf selbsterstellte oder einzeln erworbene Software.

Der Anstieg der Herstellungskosten sowie der anderen Funktionskosten, zum Beispiel der Marketing- und Vertriebskosten und der Verwaltungskosten, wurde wesentlich von Währungseffekten und von der Erstkonsolidierung von Sigma-Aldrich beeinflusst. Trotz des Anstiegs der Herstellungskosten auf 4.076 Mio € (Vorjahr: 3.526 Mio €) wuchs das Bruttoergebnis zweistellig (+ 11,9%) auf 8.768 Mio €. Die Bruttomarge, das heißt das Bruttoergebnis in Prozent der Umsatzerlöse, ging leicht auf 68,3% (Vorjahr: 69,0%) zurück.

Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen bewegten sich im Berichtsjahr auf Vorjahresniveau. Auf den forschungsintensivsten Unternehmensbereich, Healthcare, entfielen 77% (Vorjahr: 80%) der konzernweiten Aufwendungen. Die Forschungsquote (Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Prozent der Umsatzerlöse) ging im Berichtsjahr auf 13,3% (Vorjahr: 15,0%) zurück. Im Bereich Healthcare erreichten wir eine Forschungsquote in Höhe von 18,9% (Vorjahr: 20,6%).


MERCK-KONZERN

Forschungs- und Entwicklungskosten nach Unternehmensbereichen – 2015
in Mio € / in %


Der Saldo der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge belief sich im Geschäftsjahr 2015 auf – 447 Mio € (Vorjahr: – 173 Mio €) und unterteilt sich in Aufwendungen von 917 Mio € (Vorjahr: 737 Mio €) sowie in Erträge von 471 Mio € (Vorjahr: 564 Mio €). Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen war überwiegend auf operative Währungskursverluste sowie auf höhere Wertberichtigungen auf Forderungen zurückzuführen. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge hängt wesentlich mit den im Vorjahr enthaltenen Einmalerträgen aufgrund der Anpassung der Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten mit Israel Bio-Engineering Project Limited Partnership („IBEP“) zusammen. Dieser Effekt konnte auch nicht durch höhere Erträge aus Meilensteinzahlungen, die überwiegend auf die im November 2014 abgeschlossene Kollaborationsvereinbarung mit Pfizer zur gemeinsamen Entwicklung und Vermarktung von Wirkstoffen im Bereich Immunonkologie zurückzuführen waren, ausgeglichen werden. Weitere Informationen über die Entwicklung und Zusammensetzung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge sind im Konzernanhang unter den Anmerkung [12] „Sonstige betriebliche Erträge“ und [13] „Sonstige betriebliche Aufwendungen“ dargestellt.

Insgesamt stieg unser operatives Ergebnis (EBIT) um 4,6% auf 1.843 Mio €.

Insbesondere aufgrund der höheren Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit den Finanzierungsmaßnahmen der Sigma-Aldrich-Akquisition erhöhte sich das negative Finanzergebnis im Geschäftsjahr 2015 um 152 Mio € auf – 357 Mio € (Vorjahr: – 205 Mio €). Des Weiteren mussten höhere Währungskursverluste aus Finanztransaktionen verbucht werden und belasteten damit im Berichtsjahr das Finanzergebnis stärker als im Vorjahr (siehe auch Anmerkung [14] „Finanzergebnis“ im Konzernanhang).

Die Aufwendungen für Ertragsteuern in Höhe von 368 Mio € (Vorjahr: 392 Mio €) führten zu einer Steuerquote von 24,8% (Vorjahr: 25,2%). Weitere Informationen zu den Ertragsteuern sind im Konzernanhang unter Anmerkung [15] „Ertragsteuern“ enthalten.

Das Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenem Geschäftsbereich umfasst die mit Weiterveräußerungsabsicht erworbenen Geschäftsteile von Sigma-Aldrich. In Folge kartellrechtlicher Auflagen der Europäischen Kommission hatten Merck und Sigma-Aldrich vereinbart, Teile des europäischen Geschäfts für Lösungsmittel und anorganische Stoffe von Sigma-Aldrich zu verkaufen (siehe auch Anmerkung [4] „Akquisitionen sowie zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen“ im Konzernanhang).

Das den Anteilseignern der Merck KGaA zustehende Konzernergebnis belief sich im Geschäftsjahr 2015 auf 1.115 Mio € (Vorjahr: 1.157 Mio €) und ergab ein Ergebnis je Aktie in Höhe von 2,56 € (Vorjahr: 2,66 €).

Die wichtigste Kennzahl zur Steuerung des operativen Geschäfts, das EBITDA vor Sondereinflüssen, stieg um 7,1% auf 3.630 Mio € (Vorjahr: 3.388 Mio €). Die sich hieraus ergebende EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen erreichte mit 28,3% fast das Vorjahresniveau (29,8%). Die Überleitung vom operativen Ergebnis (EBIT) auf das EBITDA vor Sondereinflüssen ist im Kapitel „Steuerungssystem“ dargestellt.

Die Entwicklung des EBITDA vor Sondereinflüssen in den einzelnen Quartalen im Vergleich zum Vorjahr und die jeweiligen Wachstumsraten ergaben sich wie folgt:


MERCK-KONZERN

EBITDA vor Sondereinflüssen und Veränderung nach Quartalen1
in Mio € / Veränderung in %


1 Quartalsaufteilung ungeprüft.

Die Steigerung des Konzern-EBITDA vor Sondereinflüssen wurde von den beiden Unternehmensbereichen Life Science und Performance Materials getrieben. Life Science verbesserte diese Kennzahl um 198 Mio € beziehungsweise um 30,0% und Performance Materials um 237 Mio € beziehungsweise um 26,5%. Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Unternehmensbereichs Healthcare blieb mit 2.002 Mio € auf Vorjahresniveau und erreichte damit einen Anteil am EBITDA vor Sondereinflüssen des Konzerns (ohne Berücksichtigung der Minderung um – 360 Mio € durch Konzernkosten und Sonstiges) von 50% (Vorjahr: 56%). Die jeweiligen prozentualen Beiträge von Life Science und Performance Materials stiegen auf 22% (Vorjahr: 19%) beziehungsweise auf 28% (Vorjahr: 25%).


MERCK-KONZERN

EBITDA vor Sondereinflüssen nach Unternehmensbereichen – 2015
in Mio € / in %


Nicht dargestellt: Minderung des Konzern-EBITDA vor Sondereinflüssen um – 360 Mio € durch Konzernkosten und Sonstiges.

Vermögens- und Finanzlage


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Merck-Konzern

Bilanzstruktur1

31.12.2015 31.12.2014 Veränderung
  in Mio € in % in Mio € in % in Mio € in %
Langfristige Vermögenswerte 30.657,0 80,7 15.529,7 59,7 15.127,3 97,4
Davon:            
Immaterielle Vermögenswerte 25.339,0   11.395,5   13.943,5  
Sachanlagen 4.009,1   2.990,4   1.018,7  
Sonstige langfristige Vermögenswerte 1.308,9   1.143,8   165,1  
             
Kurzfristige Vermögenswerte 7.350,2 19,3 10.480,4 40,3 – 3.130,2 – 29,9
Davon:            
Vorräte 2.619,8   1.659,7   960,1  
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen2 2.738,3   2.219,5   518,8  
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 227,0   2.199,4   – 1.972,4  
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte2 932,9   1.523,3   –590,4  
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 832,2   2.878,5   – 2.046,3  
             
Bilanzsumme 38.007,2 100,0 26.010,1 100,0 11.997,1 46,1
             
Eigenkapital 12.855,3 33,8 11.801,0 45,4 1.054,3 8,9
             
Langfristige Verbindlichkeiten 15.768,9 41,5 7.607,7 29,2 8.161,2 107,3
Davon:            
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.836,1   1.820,1   16,0  
Sonstige langfristige Rückstellungen 855,3   626,1   229,2  
Langfristige Finanzschulden 9.616,3   3.561,1   6.055,2  
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 3.461,2   1.600,4   1.860,8  
             
Kurzfristige Verbindlichkeiten 9.383,0 24,7 6.601,4 25,4 2.781,6 42,1
Davon:            
Kurzfristige Rückstellungen 535,4   561,7   – 26,3  
Kurzfristige Finanzschulden 4.096,6   2.075,9   2.020,7  
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.921,2   1.539,4   381,8  
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 2.829,8   2.424,4   405,4  
             
Bilanzsumme 38.007,2 100,0 26.010,1 100,0 11.997,1 46,1
1
Seit dem 1. Januar 2015 wird die Konzernbilanz nach absteigender Fristigkeit gegliedert.
2
Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe Anmerkung „Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Ausweisänderungen“ im Konzernanhang.

Zum 31. Dezember 2015 belief sich die Bilanzsumme auf 38.007 Mio € und hat sich damit im Vergleich zum 31. Dezember 2014 (26.010 Mio €) um 11.997 Mio € beziehungsweise 46,1% erhöht. Dieser sehr starke Anstieg sowie die Veränderung der Bilanzstruktur waren vor allem durch die im November 2015 abgeschlossene Akquisition von Sigma-Aldrich bedingt. Im Rahmen der vorläufigen Kaufpreisallokation für diese Transaktion wurden die erworbenen Vermögenswerte und Schulden in der Bilanz mit den beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung führte dies bei den immateriellen Vermögenswerten (ohne Geschäfts- oder Firmenwert) zu einem Anstieg von 5.873 Mio €. Der aus der Akquisition resultierende Geschäfts- oder Firmenwert belief sich auf 8.613 Mio €. Weitere Angaben bezüglich der Kaufpreisallokation für die Sigma-Aldrich-Akquisition befinden sich in der Anmerkung [4] „Akquisitionen sowie zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen“ im Konzernanhang. Die Finanzierung des Kaufpreises in Höhe von 15.974 Mio € erfolgte durch bestehende Barmittel, Bankkredite und Anleihen. Nach Begebung einer Hybridanleihe (1,5 Mrd €) im Dezember 2014 emittierten wir im März 2015 eine weitere Anleihe mit einem Volumen von 4 Mrd US-Dollar. Im August 2015 begaben wir schließlich eine Euro-Anleihe mit einem Volumen von 2,1 Mrd €. Außerdem wurden für die Kaufpreiszahlung Kreditlinien von insgesamt 2,95 Mrd € in Anspruch genommen. Eine Übersicht über die ausstehenden Anleihen findet sich in Anmerkung [28] „Finanzschulden / Kapitalmanagement“ im Konzernanhang.

Die Zusammensetzung sowie die Entwicklung der Nettofinanzverbindlichkeiten stellten sich wie folgt dar:


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Merck-Konzern

Nettofinanzverbindlichkeiten

31.12.2015 31.12.2014 Veränderung
  in Mio € in Mio € in Mio € in %
Anleihen und Commercial Paper 9.851,4 4.624,2 5.227,2 113,0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.006,0 267,4 2.738,6
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 577,8 501,4 76,4 15,2
Darlehen von Dritten und sonstige Finanzschulden 89,2 84,5 4,7 5,6
Verbindlichkeiten aus Derivaten (Finanztransaktionen) 183,7 153,0 30,7 20,1
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 4,8 6,5 – 1,7 – 26,2
Summe Finanzschulden 13.712,9 5.637,0 8.075,9 143,3
Abzüglich:        
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 832,2 2.878,5 – 2.046,3 – 71,1
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 227,0 2.199,4 – 1.972,4 – 89,7
Nettofinanzverbindlichkeiten 12.653,7 559,1 12.094,6

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Merck-Konzern

Überleitung Nettofinanzverbindlichkeiten

in Mio € 2015
Stand 1.1. 559,1
Währungsveränderungen – 737,2
Dividendenzahlungen / Gewinnentnahmen1 567,8
Akquisitionen1 13.482,3
Übernahme von Finanzschulden von Sigma-Aldrich 425,3
Einzahlungen aus dem Verkauf von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten1 –86,0
Free Cash Flow – 1.538,5
Sonstiges – 19,1
Stand 31.12. 12.653,7
1
Gemäß Konzernkapitalflussrechnung.

Dank der starken Innenfinanzierungskraft des Merck-Konzerns fiel der Anstieg der Nettofinanzverbindlichkeiten im Geschäftsjahr 2015 deutlich geringer aus als der Mittelabfluss im Zusammenhang mit dem Erwerb von Sigma-Aldrich.


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Merck-Konzern

Nettoumlaufvermögen


Veränderung
in Mio € 31.12.2015 31.12.2014 in Mio € in %
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.738,3 2.219,5 518,8 23,4
Forderungen aus Lizenzen 11,5 16,1 – 4,6 – 28,6
Vorräte 2.619,8 1.659,7 960,1 57,8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen – 1.921,2 – 1.539,4 – 381,8 24,8
Nettoumlaufvermögen 3.448,4 2.355,9 1.092,5 46,4

Die Erhöhung des Nettoumlaufvermögens war ebenfalls auf die Erstkonsolidierung von Sigma-
Aldrich sowie auf Währungskurseffekte zurückzuführen. Ohne diese Auswirkungen hätte sich das Nettoumlaufvermögen auf Vorjahresniveau bewegt.

Unser Eigenkapital erhöhte sich im Geschäftsjahr 2015 um 1.054 Mio € und betrug zum Bilanzstichtag 12.855 Mio € (31. Dezember 2014: 11.801 Mio €). Ausschlaggebend für diese starke Erhöhung um 8,9% waren vor allem das im Berichtsjahr erzielte Ergebnis nach Steuern in Höhe von 1.124 Mio € und die Entwicklung der Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung von Fremdwährungsvermögen in die Berichtswährung Euro. Eigenkapitalmindernd wirkten sich die Umgliederung der Erträge aus der Sicherung des Sigma-
Aldrich-Kaufpreises, Dividendenzahlungen und die Ergebnisabführung an die E. Merck KG aus (siehe „Konzerngesamtergebnisrechnung“ und „Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung“ im Konzernabschluss). Bedingt durch den starken Anstieg der Bilanzsumme ging die Eigenkapitalquote um 11,6 Prozentpunkte zurück und betrug zum 31. Dezember 2015 33,8% (31. Dezember 2014: 45,4%).

Der Free Cash Flow belief sich im Geschäftsjahr 2015 auf 1.539 Mio € und konnte damit das hohe Vorjahresniveau nicht erreichen. Die Zusammensetzung sowie die Entwicklung der relevanten Positionen ergeben sich aus der nachfolgenden Tabelle:


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Merck-Konzern

Free Cash Flow

in Mio € 2015 2014 Veränderung
in %
Mittelfluss aus betrieblicher Tätigkeit gemäß Kapitalflussrechnung 2.195,2 2.705,5 – 18,9
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte – 179,1 – 143,3 25,0
Einzahlungen aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten 27,4 2,1
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen – 513,9 – 480,9 6,9
Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen 8,9 14,0 – 36,3
Free Cash Flow 1.538,5 2.097,4 – 26,6

Getrieben von der Entwicklung des EBITDA vor Sondereinflüssen stieg der Business Free Cash Flow des Merck-Konzerns im Geschäftsjahr 2015 um 6,2% auf 2.766 Mio € (Vorjahr: 2.605 Mio €). Die Zusammensetzung dieser Kennzahl ist im Kapitel „Steuerungssystem“ dargestellt.

Die Verteilung des Business Free Cash Flow auf die einzelnen Quartale sowie die Veränderungsraten im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich wie folgt:


MERCK-KONZERN

Business Free Cash Flow und Veränderung nach Quartalen1
in Mio € / Veränderung in %


1 Quartalsaufteilung ungeprüft.

MERCK-KONZERN

Business Free Cash Flow nach Unternehmensbereichen – 2015
in Mio € / in %


Nicht dargestellt: Minderung des Business Free Cash Flow des Konzerns um – 421 Mio € durch Konzernkosten und Sonstiges.

Der Anstieg des Business Free Cash Flow des Konzerns war im Geschäftsjahr 2015 auf die beiden operativen Unternehmensbereiche Life Science und Performance Materials zurückzuführen. Healthcare erzielte einen Business Free Cash Flow in Höhe von 1.581 Mio € (Vorjahr: 1.701 Mio €). Damit blieb Healthcare mit einem Anteil von 50% (Vorjahr: 60%) am Business Free Cash Flow des Merck-Konzerns (ohne Berücksichtigung der Minderung durch Konzernkosten und Sonstiges in Höhe von – 421 Mio €) der Bereich mit den höchsten Mittelzuflüssen. Der Unternehmensbereich Life Science verzeichnete im Berichtsjahr eine Erhöhung des Business Free Cash Flow um 61,2% auf 676 Mio € (Vorjahr: 419 Mio €) und steigerte damit auch seinen Anteil am Business Free Cash Flow des Konzerns auf 21% (Vorjahr: 15%). Performance Materials trug mit 931 Mio € (Vorjahr: 700 Mio €) 29% (Vorjahr: 25%) zu dieser Konzernkennzahl bei.

Die in die Berechnung des Business Free Cash Flow einfließenden Investitionen in Sachanlagen und Software sowie die geleisteten Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte erhöhten sich im Jahr 2015 um 15,4% auf insgesamt 609 Mio € (Vorjahr: 528 Mio €). Die darin enthaltenen Investitionen in Sachanlagen beliefen sich 2015 auf 564 Mio € (Vorjahr: 485 Mio €), davon entfielen 262 Mio € auf strategische Investitionsprojekte mit einem Projektvolumen von jeweils mehr als 2 Mio €, der Rest auf kleinere Investitionsprojekte.

Im Jahr 2015 wurden strategische Investitionen von 83 Mio € zur Erweiterung des Standorts Darmstadt getätigt. Davon wurden 29 Mio € zur Erneuerung der Unternehmenszentrale verwendet, unter anderem für ein Innovationszentrum, ein Besucherzentrum und ein Mitarbeiterrestaurant. Des Weiteren wurden im Unternehmensbereich Performance Materials die OLED-Produktionskapazitäten mit einer Investition von 13 Mio € erweitert, damit die steigende Marktnachfrage besser bedient werden kann. Im Unternehmensbereich Healthcare wurden 8 Mio € in ein neues Forschungslaborgebäude investiert.

Weltweit erfolgten unter strategischen Gesichtspunkten hohe Investitionen im Unternehmensbereich Healthcare. Besonders zu erwähnen sind die Investitionen in eine Produktionsanlage in Nantong, China (50 Mio €), die Investition in eine neue Produktionsanlage in Reinbek für das Allergiegeschäft (17 Mio €), die Erweiterung der bestehenden Abfüllanlage am Standort Bari, Italien (18 Mio €), und der Aufbau einer neuen Verpackungsanlage am Standort Aubonne, Schweiz (8 Mio €). Im Unternehmensbereich Life Science wurden 7 Mio € in eine neue Produktionsanlage in Spanien investiert.

Im Jahr 2015 kam es zu keiner Änderung der Einschätzungen der beiden Ratingagenturen Moody’s und Standard & Poor’s hinsichtlich unseres Langfrist-Kredit-Ratings. Standard & Poor’s vergibt nach wie vor ein Rating von „A“ mit negativem Ausblick, Moody’s eines von „Baa1“ mit negativem Ausblick. Eine Übersicht über die Rating-Entwicklung in den letzen Jahren ist im Risiko- und Chancenbericht dargestellt.

Die Entwicklung wesentlicher Kennzahlen stellte sich wie folgt dar:


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Merck-Konzern

Bilanzkennzahlen

in % 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
Eigenkapitalquote Eigenkapital 33,8 45,4 53,2 48,1 47,4
Bilanzsumme
Vermögensquote Langfristige Vermögenswerte 80,7 59,7 64,5 69,4 71,1
Bilanzsumme
Vermögensdeckungsgrad Eigenkapital 41,9 76,0 82,4 69,4 66,7
Langfristige Vermögenswerte
Finanzierungsstruktur Kurzfristige Verbindlichkeiten 37,3 46,5 40,0 40,6 37,5
Verbindlichkeiten (gesamt)

Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung und zur wirtschaftlichen Lage

Auch im Geschäftsjahr 2015 waren wir mit unseren starken Geschäften operativ sehr erfolgreich; aber auch strategisch konnten wir wichtige Ziele hinsichtlich der langfristigen Ausrichtung des Konzerns umsetzen. Die Umsatzerlöse wuchsen um 13% auf 12.845 Mio € und unsere wichtigste Kennzahl zur Beurteilung des operativen Geschäfts, EBITDA vor Sondereinflüssen, stieg um 7,1% auf 3.630 Mio €. Zu diesem Erfolg trugen alle unsere Unternehmensbereiche bei.

Von wesentlicher Bedeutung war für uns die erfolgreiche Übernahme von Sigma-Aldrich im November 2015, die unseren Unternehmensbereich Life Science zu einem führenden Anbieter im lukrativen Life-Science-Markt macht. Damit ist uns ein wichtiger Schritt in der Umsetzung unserer langfristigen Strategie gelungen, durch die wir künftiges Wachstum und Profitabilität sichern wollen. Aber auch mit der Weiterentwicklung unserer Pharma-Pipeline sind wir im Geschäftsjahr 2015 vorangekommen. Von der erfolgreichen Integration von AZ Electronic Materials profitierte das operative Geschäft unseres Unternehmensbereichs Performance Materials.

Die solide Bilanzierungs- und Finanzierungspolitik des Merck-Konzerns äußert sich in den weiterhin guten Bilanzkennzahlen. Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2015 betrug 33,8% und befindet sich damit nach wie vor auf einem guten Niveau. Aufgrund des Erwerbs von Sigma-Aldrich stiegen erwartungsgemäß die Nettofinanzverbindlichkeiten massiv an. Wir gehen davon aus, dass unsere starke Innenfinanzierungskraft eine zügige Rückführung der Finanzschulden ermöglichen wird. Das unveränderte Langfrist-Rating der beiden Ratingagenturen Moody’s und Standard & Poor’s unterstreicht dies. Vor dem Hintergrund unserer soliden Vermögens- und Finanzlage sowie unserer ertragsstarken Geschäfte beurteilen wir die wirtschaftliche Lage des Merck-Konzerns insgesamt als positiv. Sie stellt eine hervorragende Ausgangsbasis für das künftige organische Wachstum des Konzerns dar.