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Ergänzungen zur Merck KGaA auf Basis HGB

Der Lagebericht der Merck KGaA ist mit dem Lagebericht des Konzerns zusammengefasst. Jahresabschluss und zusammengefasster Lagebericht von Merck-Konzern und Merck KGaA für das Geschäftsjahr 2015 werden beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und sind über die Internetseiten des Unternehmensregisters zugänglich.

Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB findet sich auf dieser Seite.

Geschäftsentwicklung

Die Umsatzerlöse der Merck KGaA konnten auch 2015 weiter gesteigert werden. Der Anstieg um 478 Mio € resultierte aus allen Unternehmensbereichen:


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in Mio € / Veränderung in % 2015 2014 Veränderung
Healthcare 1.617 1.525 6,0
Life Science 674 622 8,4
Performance Materials 1.597 1.263 26,4
Summe 3.888 3.410 14,0

Insbesondere die Unternehmensbereiche Healthcare und Performance Materials konnten in allen vier Quartalen des Geschäftsjahres Umsatzsteigerungen gegenüber dem Vorjahr erzielen.

Der Anteil der Konzernumsätze stieg 2015 ebenfalls (2015: 92,7%; Vorjahr: 90,9%). Diese Entwicklung unterstreicht die Bedeutung der Gesellschaft als Produktionsgesellschaft im Konzernverbund:


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in Mio € / Veränderung in % 2015 2014 Veränderung
Konzernumsätze 3.605 3.100 16,3
Umsätze mit Dritten 283 310 – 8,7
Summe 3.888 3.410 14,0

Die Exportquote betrug im Geschäftsjahr 88,1% (Vorjahr: 85,7%) und stieg gegenüber dem Vorjahr abermals an.


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in Mio € / Veränderung in % 2015 2014 Veränderung
Ausland 3.427 2.922 17,3
Deutschland 461 488 – 5,5
Summe 3.888 3.410 14,0

Im Unternehmensbereich Healthcare wurden insbesondere die Umsatzerlöse von Produkten in den Therapiegebieten Cardiovaskular (+ 20,0%) und Thyroid (+ 12,9%) in nahezu allen Regionen gesteigert. Hervorzuheben sind die Zuwächse in den Regionen Asien-Pazifik und Europa. Dem standen die betragsmäßig geringeren Rückgänge bei Produkten in den Geschäftseinheiten General Medicine (– 22,3%), neurodegenerative Krankheiten (– 7,7%) und Onkologie (– 1,5%) entgegen. Diese Rückgänge betrafen vornehmlich den europäischen Markt.

In allen wesentlichen Märkten – insbesondere in der Region Asien-Pazifik (+ 29,9%) – konnte der Unternehmensbereich Performance Materials die Umsatzerlöse (+ 26,4%) steigern. Die Geschäftseinheiten Display Materials (+ 27,9%) und Advanced Technologies (+ 84,1%) hatten hieran die wesentlichsten Anteile. Aber auch die Geschäftseinheit Pigments & Functional Materials (+ 7,9%) konnte ihre Umsätze in Europa behaupten sowie in Nord- und Lateinamerika ausbauen.

Im Unternehmensbereich Life Science wuchs die Geschäftseinheit Process Solutions (+ 10,7%) am stärksten. Besonders erfolgreich war der Unternehmensbereich in den Märkten Nord- (+ 47,0%) und Lateinamerika (+ 15,9%). In Europa (– 1,0%) wurden jedoch leichte Umsatzrückgänge verzeichnet.

Ertragslage


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      Veränderung
in Mio € 2015 2014 in Mio € in %
Umsatzerlöse 3.888 3.410 478 14,0
Übrige Erträge 966 952 14 1,5
Materialaufwand – 956 – 879 – 77 8,8
Personalaufwand – 1.123 – 1.019 – 104 10,2
Abschreibungen – 280 – 348 68 – 19,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen – 2.050 – 1.877 – 173 9,2
Beteiligungsergebnis / Abschreibungen auf Finanzanlagen 339 445 – 106 – 23,8
Finanzergebnis – 175 – 32 – 143 – 446,9
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 609 652 – 43 – 6,6
Ergebnisverrechnung – 373 – 426 53 – 12,4
Steuern – 116 – 77 – 39 – 50,6
Ergebnis nach Steuern und Ergebnisverrechnung 120 149 – 29 – 19,5

Der Anstieg der übrigen Erträge resultierte vornehmlich aus höheren Lizenzerlösen sowie den gestiegenen Auflösungen von Rückstellungen. Dem standen Aufwendungen aus der Bestandsverminderung gegenüber.

Der Materialaufwand sank im Verhältnis zu den Umsatzerlösen leicht (24,6%; Vorjahr: 25,8%).

Die höhere Anzahl der Mitarbeiter sowie höhere Aufwendungen für die Altersversorgung waren ursächlich für den Anstieg des Personalaufwands.

Die Abschreibungen sanken vornehmlich aufgrund des Rückgangs der außerplanmäßigen Abschreibungen (– 73 Mio €). Im Geschäftsjahr 2015 wurden insbesondere immaterielle Vermögensgegenstände aufgrund der Einstellung von Entwicklungsprojekten in Höhe von 105 Mio € (Vorjahr: 176 Mio €) außerplanmäßig abgeschrieben.

Durch verstärkte Vertriebsaktivitäten sowie bedingt durch Rechts- und Beratungskosten im Zusammenhang mit der Akquisition von Sigma-Aldrich stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Das Beteiligungsergebnis sank im Wesentlichen aufgrund von niedrigeren Dividendenausschüttungen der Merck Capital Holding Ltd., Malta, und der Merck Holding GmbH, Darmstadt.

Aufgrund der Aufnahme von Finanzmitteln für die Akquisition von Sigma-Aldrich stiegen die Zinsaufwendungen, wodurch sich das negative Finanzergebnis erhöhte.

Vermögens- und Finanzlage


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AKTIVA

      Veränderung
in Mio € 31.12.2015 31.12.2014 in Mio € in %
Anlagevermögen 17.770 7.089 10.682 150,7
Immaterielle Vermögensgegenstände 227 325 – 98 – 30,2
Sachanlagen 921 879 43 4,9
Finanzanlagen 16.622 5.885 10.737 182,5
Umlaufvermögen 1.280 1.485 – 205 – 13,8
Vorräte 617 588 29 4,9
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 213 220 – 7 – 3,2
Andere Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 450 677 – 228 – 33,7
Flüssige Mittel 0 0 0 0,0
Rechnungsabgrenzungsposten 27 40 – 13 – 32,5
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 195 – 195 – 100,0
19.077 8.808 10.269 116,6

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PASSIVA

      Veränderung
in Mio € 31.12.2015 31.12.2014 in Mio € in %
Eigenkapital 5.268 5.312 – 44 – 0,8
Rückstellungen 930 750 180 24,0
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 5 5
Andere Rückstellungen 925 750 175 23,4
Verbindlichkeiten 12.878 2.746 10.132 369,0
Finanzschulden 1.500 1.500 0 0,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 289 192 97 50,4
Andere Verbindlichkeiten 11.089 1.054 10.035 952,3
Rechnungsabgrenzungsposten 1 1
19.077 8.808 10.269 116,6

Die Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage der Merck KGaA wurde im Geschäftsjahr 2015 durch die Akquisition der Sigma-Aldrich Corporation, USA, geprägt. Der Anstieg der Bilanzsumme um 10.269 Mio € auf 19.077 Mio € war überwiegend auf den Abschluss dieser bedeutenden Transaktion zurückzuführen, die zu einem Anstieg der Finanzanlagen von 10.737 Mio € führte. Ein konzerninterner Verkauf der Merck Ltd., Japan, im Rahmen der Reorganisation, resultierend aus der letztjährigen AZ-Akquisition, führte zu einer Verminderung der Finanzanlagen im Berichtsjahr.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sanken im Wesentlichen aufgrund der Einstellung des Entwicklungsprojekts Evofosfamide und der damit verbundenen außerplanmäßigen Abschreibungen aktivierter Rechte in Höhe von 82 Mio €.

Am Standort Darmstadt wurde das Bauprojekt ONE Global Headquarters vorangetrieben. Dies trug zum Anstieg des Sachanlagevermögens wesentlich bei.

Das Umlaufvermögen (– 205 Mio €) sank vornehmlich aufgrund geringerer Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Dies ist in erster Linie mit dem gestiegenen Bedarf an Finanzmitteln für die Akquisition von Sigma-Aldrich zu erklären.

Der Anstieg der anderen Rückstellungen (175 Mio €) ergab sich zum einen durch die Rückzahlung eines bar hinterlegten Treuhandvermögens zur Sicherung von Altersteilzeitrückstellungen in Höhe von 48 Mio €. Diese Altersteilzeitrückstellungen werden nun durch eine Bankbürgschaft abgesichert. Zum anderen sind die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen um 32 Mio € gestiegen.

Im Geschäftsjahr wurde kein aktiver Unterschiedsbetrag für die Pensionsrückstellungen ausgewiesen, da die Pensionsverpflichtungen den Wert des Planvermögens um 5 Mio € überschreiten. Dies ist im Wesentlichen auf den Rückgang des anzuwendenden Diskontierungssatzes gemäß den Vorgaben der Deutschen Bundesbank zurückzuführen.

Der Anstieg der Verbindlichkeiten resultierte im Wesentlichen aus der Aufnahme von konzerninternen Darlehen (8,5 Mrd €) und aus dem laufenden Verrechnungskonto (1,5 Mrd €) mit der Merck Financial Services GmbH, Darmstadt.

Forschung und Entwicklung

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Berichtsjahr 782 Mio € (Vorjahr: 774 Mio €) und wurden zu einem großen Teil auch von Unternehmen außerhalb des Konzerns erbracht. Für diesen Anstieg um 8 Mio € (1,0%) war der Unternehmensbereich Performance Materials mit 4 Mio € verantwortlich. Den größten Anteil an den Aufwendungen hatte jedoch mit 77,8% (Vorjahr: 78,6%) der Unternehmensbereich Healthcare, der in Darmstadt insbesondere auf den Gebieten Onkologie, Autoimmun- und Entzündungserkrankungen tätig ist. Forschungsschwerpunkte des Unternehmensbereichs Performance Materials sind die Entwicklung neuer beziehungsweise verbesserter Basismaterialien und Mischungen für LC-Displays sowie für innovative OLED-Anwendungen. Zur Stärkung des Pigmentgeschäfts wurden neue Effektpigmente für den Automobil-, Kosmetik- und Druckfarbensektor entwickelt. Im Unternehmensbereich Life Science wurde insbesondere an Technologien im Labor- und Life- Science-Bereich geforscht und es wurden neue Entwicklungen vorangetrieben. Dazu zählten verbesserte Testkits, Chromatographiemethoden, Trägermaterialien zur Auftrennung von Wirkstoffen sowie Innovationen im Bereich der Mikrobiologie und Hygienekontrolle.


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in Mio € / Veränderung in % 2015 2014 Veränderung
Healthcare 609 608 0,2
Life Science 38 35 8,6
Performance Materials 130 126 3,2
Weitere, nicht einzeln den Bereichen zurechenbare Aufwendungen 5 5 0,0
Summe 782 774 1,0

Die Forschungs- und Entwicklungsquote betrug bezogen auf den Umsatz 20,1% (Vorjahr: 22,7%). Insgesamt waren durchschnittlich 2.186 Mitarbeiter mit Forschungs- und Entwicklungsaufgaben beschäftigt. Die Merck KGaA war mit einem Anteil von 45,7% (Vorjahr: 45,5%) an den gesamten Forschungs- und Entwicklungsausgaben des Merck-Konzerns einer der zentralen Forschungsstandorte.

Dividende

Für das Jahr 2015 schlagen wir der Hauptversammlung eine Dividende von 1,05 € je Aktie vor. Aufgrund unserer Ergebniserwartung stellt Merck seinen Eigentümern – der Merck-Familie und den Aktionären – eine weiterhin ertragsorientierte Ausschüttung in Aussicht.

Personal

Die Mitarbeiterzahl der Merck KGaA lag zum 31. Dezember 2015 bei 9.537 Beschäftigten und hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht (2014: 9.407).

Anzahl der im Durchschnitt beschäftigten Mitarbeiter nach Funktionsbereichen:


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Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter 2015 2014
Produktion 3.114 3.024
Verwaltung 2.254 2.174
Forschung 2.186 2.160
Logistik 583 542
Technik 555 538
Vertrieb 409 389
Sonstige 348 551
Summe 9.449 9.378

Risiken und Chancen

Die Merck KGaA unterliegt im Wesentlichen den gleichen Chancen und Risiken wie der Merck-Konzern. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Risiko- und Chancenbericht.

Prognose für die Merck KGaA

Abweichungen der tatsächlichen Geschäftsentwicklungen im Jahr 2015 von früher berichteten Prognosen:

Im Jahresabschluss 2014 der Merck KGaA rechneten wir in unserer Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2015 mit einem leichten Anstieg der Umsatzerlöse.

Dabei wurde im Unternehmensbereich Healthcare mit einem leichten Rückgang der Umsatzerlöse durch rückläufige Umsätze mit dem Produkt Erbitux® gerechnet. Der erwartete Rückgang bei den Umsätzen in der Geschäftseinheit Onkologie wurde jedoch durch Umsatzsteigerungen in den Geschäftseinheiten Cardiovaskular und Thyroid mehr als nur kompensiert, sodass die Umsatzerlöse um insgesamt 6,0% angestiegen sind.

Im Unternehmensbereich Performance Materials wurde aufgrund des anhaltend hohen Wettbewerbsdrucks bei Flüssigkristallen mit einem Umsatzrückgang gerechnet. Diese Entwicklung ist nicht eingetreten. Display Materials (+ 27,9%), Advanced Technologies (+ 84,1%) und Pigments & Functional Materials (+ 7,9%) konnten ihre Umsatzerlöse steigern, sodass die Umsätze des Unternehmensbereichs Performance Materials insgesamt um 26,4% angestiegen sind.

Der Unternehmensbereich Life Science konnte wie erwartet seine Umsatzerlöse (+ 8,4%) im Geschäftsjahr steigern.

Im Jahresabschluss 2014 wurde für das Geschäftsjahr 2015 mit einem Rückgang des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und damit auch der finanziellen Mittel gerechnet.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2015 ist vornehmlich aufgrund eines verminderten Beteiligungsergebnisses und der gleichzeitig erhöhten Finanzierungskosten im Zusammenhang mit der Sigma-Aldrich-Akquisition gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die finanziellen Mittel für diese Akquisition wurden durch die Aufnahme von Darlehen von der Merck Financial Services GmbH, Darmstadt, bereitgestellt.

Prognose 2016

Für das kommende Geschäftsjahr werden für die Unternehmensbereiche Healthcare und Performance Materials leicht rückläufige Umsatzerlöse angenommen, die durch Umsatzsteigerungen im Unternehmensbereich Life Science nahezu vollständig kompensiert werden.

Die Finanzierungskosten der Sigma-Aldrich-Akquisition werden das Ergebnis belasten, sodass mit einem leicht rückläufigen Jahresüberschuss gerechnet wird, der auch maßgeblich von den Beteiligungsergebnissen und Dividendenausschüttungen der Tochterunternehmen beeinflusst wird. Die Ausstattung mit hinreichenden finanziellen Mitteln wird durch die Merck Financial Services GmbH sichergestellt.

Derzeit sind uns keine bestandsgefährdenden Risiken bekannt, die den Fortbestand der Merck KGaA gefährden könnten.

Das interne Kontrollsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess gemäß § 289 Absatz 5 HGB

Die Erstellung des Jahresabschlusses der Merck KGaA erfolgt durch die Merck Accounting Solutions & Services Europe GmbH, Darmstadt, eine eigene Gesellschaft innerhalb des Merck-Konzerns. Der Abschlussprozess der Merck KGaA basiert auf den Bilanzierungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs unter Berücksichtigung wesentlicher Prozesse und einheitlicher Termine. Die Zielsetzung des internen Kontrollsystems (IKS) für den Rechnungslegungsprozess ist es, durch die Implementierung von Kontrollen hinreichende Sicherheit zu gewähren, dass ein regelungskonformer Abschluss erstellt wird. Es umfasst Maßnahmen, die eine vollständige, richtige und zeitnahe Übermittlung und Darstellung von Informationen gewährleisten sollen, die für die Aufstellung des Abschlusses relevant sind. Die Rechnungslegungsprozesse werden durch ein stringentes internes Kontrollsystem überwacht, welches sowohl die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung als auch die Einhaltung der relevanten gesetzlichen Bestimmungen sichert.

Wesentliche Regelungen und Instrumentarien sind:

  • Bilanzierungsrichtlinien auf der Grundlage konzernweiter Richtlinien. Diese konzernweiten Bilanzierungsrichtlinien liegen in der Verantwortung des Zentralbereichs Group Accounting und sind über das Merck Intranet allen Mitarbeitern der betroffenen Bereiche verfügbar. Hier sind detaillierte Kontierungsanweisungen für alle wesentlichen Sachverhalte geregelt. Diese umfassen zum Beispiel auch klare Vorgaben für den Prozess der Vorratsbewertung oder die Transferpreisbestimmung im Rahmen der konzerninternen Liefer- und Leistungsbeziehungen.
  • Klar definierte Aufgabentrennung und Zuordnung von Verantwortlichkeiten zwischen den am Rechnungslegungsprozess beteiligten Bereichen. Durch entsprechende organisatorische Maßnahmen stellen wir in den Rechnungslegungssystemen eine Aufgabentrennung zwischen Eingaben von Vorgängen sowie deren Prüfung und Freigabe sicher. Hier sind auch die von der Geschäftsleitung genehmigten Verfügungsberechtigungen im Rahmen der Autorisierung von Verträgen oder Gutschriften ebenso zu nennen wie das durchgehend implementierte Vier-Augen-Prinzip.
  • Einbeziehung externer Sachverständiger – soweit erforderlich, wie zum Beispiel für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen
  • Verwendung geeigneter weitgehend einheitlicher IT-Finanzsysteme und Anwendung von detaillierten Berechtigungskonzepten zur Sicherstellung aufgabengerechter Befugnisse und unter Beachtung von Funktionstrennungsprinzipien
  • Systemseitig implementierte EDV-technische Kontrollen sowie manuelle prozessintegrierte Kontrollen insbesondere im Rahmen des Rechnungslegungsprozesses
  • Berücksichtigung von im Risikomanagementsystem erfassten und bewerteten Risiken in den Jahresabschlüssen, soweit dies nach bestehenden Bilanzierungsregeln erforderlich ist

Für die Umsetzung dieser Regelungen und die Nutzung der Instrumentarien sind die Leitungen des jeweiligen Bereichs verantwortlich.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft liegt in der Verantwortung des für die Finanzen zuständigen Mitglieds der Geschäftsleitung der Merck KGaA. Diese Verantwortung ist in der Geschäftsordnung der Geschäftsleitung dargestellt.

Alle beschriebenen Strukturen und Prozesse unterliegen der ständigen Überprüfung durch die interne Revision. Welche Strukturen und Prozesse jeweils einer Prüfung unterzogen werden, legt die Geschäftsleitung in einem jährlichen Prüfungsplan fest.

Die Ergebnisse dieser Prüfungen werden regelmäßig in den Sitzungen der Geschäftsleitung, des Aufsichtsrats und des Finanzausschusses der E. Merck KG behandelt.