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Erläuterungen zur Konzernbilanz

(17) Immaterielle Vermögenswerte


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Kundenbeziehungen, Marktzulassungen, Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte, Markennamen, Warenzeichen und Sonstiges Geschäfts- oder Firmenwerte Software Geleistete Anzahlungen und in Entwicklung befindliche Software Gesamt
in Mio € Bestimmte Nutzungsdauer Unbestimmte Nutzungsdauer
Anschaffungs- und Herstellungskosten, Stand 1.1. 2014 10.932,7 656,0 4.583,2 304,3 42,3 16.518,5
Veränderungen im Konsolidierungskreis 1.049,5 818,4 1,6 1.869,5
Zugänge 62,1 38,6 2,2 40,4 143,3
Abgänge – 4,8 – 61,5 – 11,9 – 0,2 – 78,4
Umbuchungen 0,2 47,0 – 45,5 1,7
Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
Währungsumrechnungsdifferenz 285,3 0,6 292,3 10,8 589,0
Stand 31.12. 2014 12.325,0 633,7 5.693,9 354,0 37,0 19.043,6
Kumulierte Abschreibungen, Stand 1.1. 2014 – 5.992,6 – 441,1 – 217,6 – 6.651,3
Veränderungen im Konsolidierungskreis
Abschreibungen – 841,6 – 35,6 – 877,2
Wertminderungen – 84,8 – 5,1 – 0,2 – 90,1
Abgänge 4,7 61,5 10,1 76,3
Umbuchungen
Wertaufholungen
Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
Währungsumrechnungsdifferenz – 96,6 – 0,6 – 8,6 – 105,8
Stand 31.12. 2014 – 6.926,1 – 465,0 – 256,8 – 0,2 – 7.648,1
Restbuchwerte, Stand 31.12. 2014 5.398,9 168,7 5.693,9 97,2 36,8 11.395,5
 
Anschaffungs- und Herstellungskosten, Stand 1.1. 2015 12.325,0 633,7 5.693,9 354,0 37,0 19.043,6
Veränderungen im Konsolidierungskreis 5.774,8 8.643,6 36,0 68,0 14.522,4
Zugänge 302,7 125,8 1,7 43,3 473,5
Abgänge – 3,3 – 0,4 – 9,2 – 12,9
Umbuchungen 8,2 – 2,0 36,5 – 37,8 4,9
Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte – 61,4 – 21,6 – 83,0
Währungsumrechnungsdifferenz 140,8 0,4 54,2 5,9 0,1 201,4
Stand 31.12. 2015 18.486,8 757,5 14.370,1 424,9 110,6 34.149,9
Kumulierte Abschreibungen, Stand 1.1. 2015 – 6.926,1 – 465,0 – 256,8 – 0,2 – 7.648,1
Veränderungen im Konsolidierungskreis
Abschreibungen – 948,2 – 36,0 – 984,2
Wertminderungen – 5,9 – 108,5 – 0,4 – 114,8
Abgänge 3,3 0,1 8,7 12,1
Umbuchungen – 4,1 0,2 – 3,9
Wertaufholungen
Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 37,5 37,5
Währungsumrechnungsdifferenz – 104,2 – 0,5 – 4,8 – 109,5
Stand 31.12. 2015 – 7.947,7 – 573,9 – 289,1 – 0,2 – 8.810,9
Restbuchwerte, Stand 31.12. 2015 10.539,1 183,6 14.370,1 135,8 110,4 25.339,0
Kundenbeziehungen, Marktzulassungen, Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte, Markennamen, Warenzeichen und Sonstiges

Die Veränderungen im Konsolidierungskreis beinhalteten im Wesentlichen die Zugänge an immateriellen Vermögenswerten aus der Akquisition der Sigma-Aldrich Corporation, USA. Diese Akquisition ist in der Anmerkung [4] „Akquisitionen sowie zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen“ detailliert dargestellt.

Der Restbuchwert von „Kundenbeziehungen, Marktzulassungen, Patenten, Lizenzen und ähnlichen Rechten, Marken namen, Warenzeichen und Sonstiges“ mit bestimmter Nutzungsdauer in Höhe von 10.539,1 Mio € (Vorjahr: 5.398,9 Mio €) beinhaltete vor allem die im Rahmen der Akquisitionen der Sigma-Aldrich Corporation, der AZ Electronic Materials S.A., der Millipore Corporation und der Serono SA identifizierten und aktivierten immateriellen Vermögenswerte. Der wesentliche Teil davon entfiel auf Kundenbeziehungen. Die Restnutzungsdauern dieser Vermögenswerte betrugen 0,3 bis 23,9 Jahre.

Die Zugänge bei den immateriellen Vermögenswerten mit bestimmter Nutzungsdauer beliefen sich im Geschäftsjahr 2015 auf 302,7 Mio € (Vorjahr: 62,1 Mio €) und entfielen mit 295,6 Mio € auf den Unternehmensbereich Healthcare. Der wesentliche Teil hiervon betraf in Höhe von 294,4 Mio € das gemeinsame Vermarktungsrecht für das Produkt Xalkori® mit Pfizer Inc., USA (siehe Anmerkung [5] „Gemeinsame Vereinbarungen von wesentlicher Bedeutung“).

Bei den „Kundenbeziehungen, Marktzulassungen, Patenten, Lizenzen und ähnlichen Rechten, Markennamen, Warenzeichen und Sonstiges“ mit unbestimmter Nutzungsdauer handelte es sich überwiegend um Rechte, die Merck im Zusammenhang mit Wirkstoffen, Produkten oder Technologien erworben hatte und die sich noch im Forschungs- und Entwicklungsstadium befanden. Aufgrund der Unsicherheit, inwieweit diese Projekte letztlich zur Vermarktung verkaufsfähiger Produkte führen, war der Zeitraum, über den ein daraus resultierender aktivierter Vermögenswert einen Nutzenzufluss an das Unternehmen generieren wird, noch nicht bestimmbar. Die Abschreibung wird erst mit dem Zeitpunkt der Marktzulassung der Produkte beginnen und erfolgt linear über den kürzeren Zeitraum von Patent- beziehungsweise Vertragslaufzeit oder geschätzter Nutzungsdauer.

Die Zugänge bei den immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer beliefen sich im Geschäftsjahr 2015 auf 125,8 Mio € (Vorjahr: 38,6 Mio €) und entfielen mit 125,4 Mio € fast ausschließlich auf den Unternehmensbereich Healthcare. Der wesentliche Teil betraf eine als immaterieller Vermögenswert aktivierte Einstandszahlung in Höhe von 103,8 Mio € (115 Mio US-Dollar) an das Unternehmen Intrexon Corporation, USA, im Zusammenhang mit dem Abschluss einer strategischen Kooperations- und Lizenzvereinbarung zur Entwicklung und Vermarktung von T-Zell-Krebstherapien auf Basis von chimären Antigenrezeptoren (CAR-T). Für die ersten zwei von dem Unternehmensbereich Healthcare ausgewählten Tumorziele wird Intrexon zudem potenzielle Meilensteinzahlungen in Höhe von bis zu 826 Mio US-Dollar (755,6 Mio € bei Umrechnung zum Stichtagskurs) für definierte Entwicklungs-, Zulassungs- und Vermarktungsziele sowie gestaffelte Lizenzentgelte auf Produktumsätze erhalten.

Es wurden immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer in Höhe von 23,9 Mio € (historische Anschaffungs- und Herstellungskosten von 61,4 Mio € und kumulierte Abschreibungen von 37,5 Mio €) sowie der zuordenbare Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 21,6 Mio € in die Kategorie „zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte“ umgegliedert. Details zu dieser Transaktion sind in Anmerkung [4] „Akquisitionen sowie zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen“ unter dem Abschnitt „Veräußerung von Kuvan ® und Peg-Pal“ dargestellt.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden direkt zurechenbare Fremdkapitalkosten auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 3,4 Mio € aktiviert.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Die Geschäfts- oder Firmenwerte entstanden vor allem im Rahmen der Akquisitionen der Sigma-Aldrich Corporation, der AZ Electronic Materials S.A., der Millipore Corporation und der Serono SA. Die währungsbedingten Änderungen der Geschäfts- oder Firmenwerte resultierten nahezu ausschließlich aus der Umrechnung der zum Teil in US-Dollar geführten Geschäfts- oder Firmenwerte aus den Akquisitionen der Sigma-Aldrich Corporation, der AZ Electronic Materials S.A. und der Millipore Corporation. Für weitere Angaben zu der Akquisition von Sigma-Aldrich wird auf Anmerkung [4] „Akquisitionen sowie zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen“ verwiesen.

Die Buchwerte von „Kundenbeziehungen, Marktzulassungen, Patenten, Lizenzen und ähnlichen Rechten, Markennamen, Warenzeichen und Sonstiges“ sowie der Geschäfts- oder Firmenwerte ließen sich wie folgt den Unternehmensbereichen zuordnen:


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in Mio € Restnutzungsdauer in Jahren Healthcare Life Science1 Performance Materials1 Gesamt 31.12. 2015 Gesamt 31.12. 2014
Kundenbeziehungen, Marktzulassungen, Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte, Markennamen, Warenzeichen und Sonstiges
Bestimmte Nutzungsdauer 2.276,3 6.907,1 1.355,7 10.539,1 5.398,9
Rebif® 4,0 1.472,9 1.472,9 1.841,0
Gonal-f® 3,0 284,9 284,9 379,8
Xalkori® 6,0 261,7 261,7
Saizen® 4,0 122,9 122,9 153,7
Sonstige Marktzulassungen 4,0 – 6,3 85,8 85,8 103,7
Technologien 0,3 – 12,0 512,2 1.003,5 1.515,7 1.462,7
Marken 0,5 – 11,9 6,6 1.154,2 31,5 1.192,3 269,7
Kundenbeziehungen 0,5 – 23,9 1,9 5.240,7 316,7 5.559,3 1.097,0
Sonstige 2,3 – 18,5 39,6 4,0 43,6 91,3
 
Unbestimmte Nutzungsdauer 183,2 0,4 183,6 168,7
 
Geschäfts- oder Firmenwerte 1.822,9 11.130,4 1.416,8 14.370,1 5.693,9
1
Buchwerte der im Rahmen der Akquisition der Sigma-Aldrich Corporation, USA, erworbenen immateriellen Vermögenswerte sind vorläufig.
Angaben zu Wertminderungstests immaterieller Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer

Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden im Geschäftsjahr nicht wertgemindert. Die im Rahmen des Wertminderungstests der Geschäfts- oder Firmenwerte zugrunde gelegten Annahmen sind in Anmerkung [7] „Ermessensentscheidungen und Schätzungsunsicherheiten“ dargestellt.

Bei den immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer ergaben sich im Geschäftsjahr Wertminderungen in Höhe von 108,5 Mio € (Vorjahr: 84,8 Mio €). Eine Wertminderung in Höhe von 84,4 Mio € entfiel davon auf die aktivierten Einstands- und Meilensteinzahlungen für Evofosfamide. Grund für diese Wertberichtigung war, dass Evofosfamide in den Indikationen lokal fortgeschrittenes inoperables oder metastasiertes Weichteilsakrom beziehungsweise fortgeschrittenes Pankreaskarzinom in zwei entsprechenden Phase-III -Studien die primären Endpunkte verfehlte. Daher entschied Merck, Evofosfamide nicht weiter zu verfolgen und nicht zur Zulassung einzureichen. Darüber hinaus wurden vier Entwicklungsprojekte eingestellt und die in diesem Zusammenhang aktivierten Buchwerte in Höhe von 22,3 Mio € vollständig wertberichtigt.

Alle Sachverhalte wurden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dem Unternehmensbereich Healthcare zugeordnet und innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen unter den Wertminderungen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr dienten keine immateriellen Vermögenswerte der Besicherung von Verbindlichkeiten.

(18) Sachanlagen


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in Mio € Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten, Stand 1.1. 2014 2.412,5 3.200,8 925,0 263,5 6.801,8
Veränderungen im Konsolidierungskreis 89,8 58,9 33,5 3,6 185,8
Zugänge 20,5 23,9 30,9 410,9 486,2
Abgänge – 14,3 – 49,2 – 46,8 – 2,9 – 113,2
Umbuchungen 69,6 132,9 58,4 – 253,2 7,7
Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
Währungsumrechnungsdifferenz 57,3 42,4 16,5 8,6 124,8
Stand 31.12. 2014 2.635,4 3.409,7 1.017,5 430,5 7.493,1
Kumulierte Abschreibungen, Stand 1.1. 2014 – 1.069,8 – 2.374,5 – 709,4 – 0,9 – 4.154,6
Veränderungen im Konsolidierungskreis
Abschreibungen – 104,3 – 189,8 – 90,4 – 384,5
Wertminderungen – 0,4 – 4,7 – 0,6 – 5,7
Abgänge 10,7 46,1 44,9 0,1 101,8
Umbuchungen – 4,1 – 0,1 0,1 – 4,1
Wertaufholungen 0,1 0,4 0,2 0,7
Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
Währungsumrechnungsdifferenz – 19,0 – 25,6 – 11,6 – 0,1 – 56,3
Stand 31.12. 2014 – 1.186,8 – 2.548,2 – 766,8 – 0,9 – 4.502,7
Restbuchwerte, Stand 31.12. 2014 1.448,6 861,5 250,7 429,6 2.990,4
 
Anschaffungs- und Herstellungskosten, Stand 1.1. 2015 2.635,4 3.409,7 1.017,5 430,5 7.493,1
Veränderungen im Konsolidierungskreis 517,1 233,7 10,3 80,0 841,1
Zugänge 5,9 27,5 28,2 502,4 564,0
Abgänge – 44,8 – 52,0 – 54,1 – 4,3 – 155,2
Umbuchungen 129,5 223,1 68,7 – 417,4 3,9
Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
Währungsumrechnungsdifferenz 48,4 37,5 13,4 1,0 100,3
Stand 31.12. 2015 3.291,5 3.879,5 1.084,0 592,2 8.847,2
Kumulierte Abschreibungen, Stand 1.1. 2015 – 1.186,8 – 2.548,2 – 766,8 – 0,9 – 4.502,7
Veränderungen im Konsolidierungskreis
Abschreibungen – 109,8 – 196,6 – 92,8 – 399,2
Wertminderungen – 7,7 – 2,2 – 3,6 – 0,1 – 13,6
Abgänge 41,0 49,5 51,9 0,9 143,3
Umbuchungen – 3,5 – 5,0 3,9 – 4,6
Wertaufholungen 0,9 0,9
Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
Währungsumrechnungsdifferenz – 22,2 – 30,0 – 9,9 – 0,1 – 62,2
Stand 31.12. 2015 – 1.289,0 – 2.731,6 – 817,3 – 0,2 – 4.838,1
Restbuchwerte, Stand 31.12. 2015 2.002,5 1.147,9 266,7 592,0 4.009,1

Die Veränderungen im Konsolidierungskreis beinhalteten im Wesentlichen die Zugänge an Sachanlagen aus der Akquisition der Sigma-Aldrich Corporation, USA. Eine detaillierte Darstellung dieser Akquisition findet sich in Anmerkung [4] „Akquisitionen sowie zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen“.

Wesentliche Zugänge bei den Anlagen im Bau sind auf die Errichtung einer neuen Konzernzentrale sowie den Bau eines modularen Innovationszentrums und einer zweiten Energiezentrale am Standort Darmstadt zurückzuführen. Weitere Investitionen am Standort Darmstadt wurden in eine neue OLED-Produktionsanlage sowie ein neues Laborgebäude getätigt. Zusätzlich wurde in eine neue pharmazeutische Produktionsanlage in Nantong, China, sowie in die Produktionsstätten in Bari, Italien, und Reinbek investiert. Des Weiteren wurde am Standort Aubonne, Schweiz, mit dem Bau einer neuen Verpackungsanlage begonnen und in die Erweiterung des Produktionsstandorts investiert. Die Umbuchungen der Anlagen im Bau beinhalteten im Wesentlichen abgeschlossene Teilprojekte in der Konzernzentrale am Standort Darmstadt sowie Investitionen in den USA, Irland und der Schweiz.

Im Geschäftsjahr wurden Wertminderungen in Höhe von 13,6 Mio € (Vorjahr: 5,7 Mio €) vorgenommen. Diese betrafen im Wesentlichen Vermögenswerte, die dem Unternehmensbereich Healthcare sowie den zentralen Konzernfunktionen zugeordnet waren.

Die der Besicherung von Finanzschulden dienenden Sachanlagen sowie öffentliche Zuschüsse und Subventionen waren unwesentlich.

Direkt zurechenbare Fremdkapitalkosten auf qualifizierte Vermögenswerte wurden in Höhe von 6,1 Mio € (Vorjahr: 3,2 Mio €) aktiviert.

Das Sachanlagevermögen beinhaltete auch gemietete Vermögenswerte. Der Gesamtwert der aktivierten Leasinggegenstände lag bei 8,9 Mio € (Vorjahr: 9,4 Mio €). Die entsprechenden Verpflichtungen beliefen sich auf 4,8 Mio € (Vorjahr: 6,5 Mio €) (siehe Anmerkung [40] „Sonstige finanzielle Verpflichtungen“).

Die Buchwerte der als Finanzierungsleasing klassifizierten Vermögenswerte unterteilten sich wie folgt:


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21.5 KB EXCEL
in Mio € 31.12. 2015 31.12. 2014
Grundstücke und Gebäude 6,4 6,8
Fahrzeuge 1,2 1,1
Sonstige Sachanlagen 1,3 1,5
8,9 9,4

(19) Finanzielle Vermögenswerte


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22 KB EXCEL
in Mio € Kurzfristig Langfristig 31.12. 2015 Kurzfristig Langfristig 31.12. 2014
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen 29,8 29,8 21,7 21,7
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 161,6 110,4 272,0 2.135,0 80,7 2.215,7
Kredite und Forderungen 2,9 16,5 19,4 2,9 13,7 16,6
Vermögenswerte aus Derivaten (Finanztransaktionen) 32,7 4,6 37,3 39,8 39,8
227,0 131,5 358,5 2.199,4 94,4 2.293,8

Die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalteten im Wesentlichen die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte von 161,6 Mio € (Vorjahr: 2.135,0 Mio €). Die Position enthielt zum 31. Dezember 2015 im Wesentlichen Anleihen in Höhe von 143,0 Mio € (Vorjahr: 1.178,6 Mio €). Anlagen in Commercial Paper (Vorjahr: 956,4 Mio €) bestanden nicht mehr. Der Rückgang resultiert aus der Liquidation der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte zur Erbringung der Kaufpreiszahlung für die Akquisition der Sigma-Aldrich Corporation, USA (siehe Anmerkung [4] „Akquisitionen sowie zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen“).

Die in den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten enthaltenen Kredite und Forderungen sind weder überfällig noch wertberichtigt.

Die langfristigen zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Beteiligungen von 22,0 Mio € (Vorjahr: 21,5 Mio €) und Anteile an assoziierten Unternehmen und anderen Unternehmen von 87,5 Mio € (Vorjahr: 57,9 Mio €). Im Jahr 2015 wurden keine Wertminderungen auf Beteiligungen und sonstige zur Veräußerung verfügbare langfristige finanzielle Vermögenswerte erfasst. Die Wertminderungen des Vorjahres von 4,4 Mio € wurden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

(20) Übrige Vermögenswerte

Die übrigen Vermögenswerte setzten sich folgendermaßen zusammen:


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in Mio € Kurzfristig Langfristig 31.12. 2015 Kurzfristig Langfristig 31.12. 2014
Übrige Forderungen1 152,0 3,1 155,1 163,1 5,4 168,5
Vermögenswerte aus Derivaten (operativ) 7,6 6,2 13,8 468,5 2,9 471,4
Finanzielle Posten 159,6 9,3 168,9 631,6 8,3 639,9
 
Forderungen aus nicht einkommensabhängigen Steuern 176,3 29,1 205,4 199,8 24,5 224,3
Rechnungsabgrenzungsposten 61,1 19,9 81,0 53,8 17,1 70,9
Vermögenswerte aus leistungsorientierten Versorgungsplänen 6,3 6,3 1,8 1,8
Sonstige Vermögenswerte 92,9 69,5 162,4 339,3 6,6 345,9
Nicht finanzielle Posten 336,6 118,5 455,1 594,7 48,2 642,9
496,2 127,8 624,0 1.226,3 56,5 1.282,8
1
Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe Anmerkung „Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Ausweisänderungen“.

Die übrigen Forderungen enthielten kurzfristige Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen in Höhe von 35,4 Mio € (Vorjahr: 76,5 Mio €) sowie gegenüber Beteiligungen in Höhe von 6,3 Mio € (Vorjahr: 0,9 Mio €). Ferner sind hier Lizenzforderungen in Höhe von 11,5 Mio € (Vorjahr 16,1 Mio €) enthalten. Es bestanden Zinsforderungen in Höhe von 1,4 Mio € (Vorjahr: 12,5 Mio €). Darüber hinaus wurden in dieser Position sonstige Vorauszahlungen ausgewiesen. Aufgrund des Abschlusses der Akquisition der Sigma-Aldrich Corporation, USA, und der Realisierung der damit verbundenen Währungssicherungsgeschäfte sanken die Vermögenswerte aus Derivaten. Der Anstieg in den sonstigen langfristigen Vermögenswerten resultierte im Wesentlichen aus der Einbeziehung von Sigma-Aldrich. In den kurzfristigen sonstigen Vermögenswerten war im Vorjahr der Anspruch auf das gemeinsame Vermarktungsrecht von Xalkori® mit Pfizer Inc., USA, in Höhe von 294,4 Mio € enthalten, der im Geschäftsjahr 2015 in die immateriellen Vermögenswerte umgegliedert wurde.

Die Fälligkeiten der übrigen Forderungen gegenüber Dritten stellten sich wie folgt dar:


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in Mio € 31.12. 2015 31.12. 2014
Weder überfällig noch wertberichtigt 152,5 164,6
Überfällig, aber nicht wertberichtigt
bis zu 3 Monate 0,7 2,2
bis zu 6 Monate 0,7
bis zu 12 Monate 0,2
bis zu 24 Monate 0,9 0,9
über 2 Jahre 0,1 0,2
Wertberichtigt 0,6
Buchwert1 155,1 168,5
1
Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe Anmerkung „Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Ausweisänderungen“.

Im Berichtsjahr wurden keine Wertberichtigungen auf übrige Forderungen gegenüber Dritten vorgenommen (Vorjahr: 0,4 Mio €). Wertaufholungen in diesem Zusammenhang fanden weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr statt.

(21) Vorräte

Im Einzelnen gliederten sich die Vorräte in folgende Posten:


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in Mio € 31.12. 2015 31.12. 2014
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 493,3 377,3
Unfertige Erzeugnisse 679,1 496,6
Fertige Erzeugnisse 1.405,9 726,9
Handelswaren 41,5 58,9
2.619,8 1.659,7

Die Abwertung des Vorratsvermögens in der Berichtsperiode belief sich auf 133,3 Mio € (Vorjahr: 99,5 Mio €). Im Jahr 2015 wurden 47,3 Mio € (Vorjahr: 45,3 Mio €) Wertaufholungen auf Vorräte vorgenommen. Zum Bilanzstichtag dienten keine Vorräte der Besicherung von Verbindlichkeiten. Der Anstieg der fertigen Erzeugnisse ist im Wesentlichen auf die mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzten übernommenen Vorräte der Sigma-Aldrich Corporation, USA, zurückzuführen.

(22) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2.738,3 Mio € (Vorjahr: 2.219,5 Mio €) bestanden ausschließlich gegenüber Dritten.

Die Fälligkeitsstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellte sich wie folgt dar:


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22.5 KB EXCEL
in Mio € 31.12. 2015 31.12. 2014
Weder überfällig noch wertberichtigt 2.320,6 1.793,4
Überfällig, aber nicht wertberichtigt
bis zu 3 Monate 234,1 143,3
bis zu 6 Monate 14,2 13,5
bis zu 12 Monate 4,7 5,8
bis zu 24 Monate 2,0 5,1
über 2 Jahre 0,4 0,5
Wertberichtigt 162,3 257,9
Buchwert1 2.738,3 2.219,5
1
Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe Anmerkung „Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Ausweisänderungen“.

Die entsprechenden Wertberichtigungen entwickelten sich wie folgt:


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in Mio € 2015 2014
Stand 1.1. – 126,2 – 136,8
Zuführungen – 84,1 – 41,5
Auflösungen 40,2 41,8
Inanspruchnahmen 8,8 9,7
Wechselkurseffekte und andere Veränderungen – 4,2 0,6
Stand 31.12. – 165,5 – 126,2

Im Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2015 wurden in Italien Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Nominalwert in Höhe von 130,8 Mio € zu einem Preis von 128,5 Mio € verkauft. In diesem Zusammenhang konnten bereits gebildete Wertberichtigungen in Höhe von 3,9 Mio € aufgelöst und in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen werden. Aus den verkauften Forderungen bestehen keine weiteren Rückgriffsrechte gegenüber Merck.

(23) Ertragsteuererstattungsansprüche

Die Ertragsteuererstattungsansprüche betrugen 391,0 Mio € (Vorjahr: 297,0 Mio €). Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus höheren Steueranrechnungen in den USA aufgrund der Berücksichtigung von Dividendenerträgen aus Hochsteuerländern. Des Weiteren resultierten die Steuererstattungsansprüche vor allem aus Steuervorauszahlungen, die über der tatsächlichen Steuerschuld für das abgelaufene Geschäftsjahr und früherer Geschäftsjahre lagen, und aus Erstattungsansprüchen für Vorjahre.

(24) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzten sich wie folgt zusammen:


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21.5 KB EXCEL
in Mio € 31.12. 2015 31.12. 2014
Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 577,5 546,7
Kurzfristige Geldanlagen (bis 3 Monate) 254,7 2.331,8
832,2 2.878,5

Die Entwicklung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 bilden, ist in der Konzernkapitalflussrechnung dargestellt.

In den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sind verfügungsbeschränkte Zahlungsmittel in Höhe von 326,6 Mio € (Vorjahr: 254,4 Mio €) enthalten. Die verfügungsbeschränkten Finanzmittel betrafen im Wesentlichen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bei Tochtergesellschaften, über die der Konzern aufgrund von Devisenverkehrskontrollen nur eingeschränkt verfügen kann.

Das maximale Ausfallrisiko entspricht dem Buchwert der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

(25) Eigenkapital

Gesellschaftskapital

Das Gesamtkapital der Gesellschaft setzt sich zusammen aus dem in Aktien eingeteilten Grundkapital sowie dem von der E. Merck KG als persönlich haftendem Gesellschafter gehaltenen Kapitalanteil. Das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 168,0 Mio € war zum Bilanzstichtag in 129.242.251 auf den Inhaber lautende Stückaktien ohne Nennbetrag sowie eine Namensaktie eingeteilt und wird als gezeichnetes Kapital ausgewiesen. Der bei der Ausgabe von Aktien durch die Merck KGaA über den Nennbetrag hinaus erzielte Betrag wurde in die Kapitalrücklage eingestellt. Der vom persönlich haftenden Gesellschafter gehaltene Kapitalanteil belief sich auf 397,2 Mio €.

Ergebnisanteil der E. Merck KG

Zwischen der E. Merck KG und der Merck KGaA besteht eine wechselseitige Ergebnisabführung. Durch diese wird erreicht, dass die E. Merck KG als Komplementär der Merck KGaA und die Kommanditaktionäre entsprechend dem Verhältnis von Komplementär- und Grundkapital (70,274% beziehungsweise 29,726% des Gesellschaftskapitals) am Ergebnis der Merck KGaA beteiligt werden.

Die Ergebnisaufteilung beruht auf dem nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs ermittelten Jahresüberschuss der E. Merck KG sowie dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und dem außerordentlichen Ergebnis der Merck KGaA. Diese Ergebnisse werden um die Gewerbesteueraufwendungen oder -erträge korrigiert und ergeben die der Ergebnisaufteilung zugrunde liegende Basis.

Die satzungsmäßige gegenseitige Ergebnisabführung zwischen der E. Merck KG und der Merck KGaA stellte sich wie folgt dar:


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24 KB EXCEL
2015 2014
in Mio € E. Merck KG Merck KGaA E. Merck KG Merck KGaA
Ergebnis der E. Merck KG – 19,6 – 17,9
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
der Merck KGaA
609,2 651,2
Außerordentliches Ergebnis
Hinzurechnung der Gewerbeertragsteuerbelastung gemäß § 27 (1) der Satzung der Merck KGaA – 3,1
Gewerbeertragsteuer gemäß § 30 (1) der Satzung der Merck KGaA -87,2 – 54,2
Basis für Ergebnisaufteilung (100 %) -19,6 522,0 – 21,0 597,0
Ergebnisabführung an die E. Merck KG
Verhältnis Komplementärkapital zu Gesamtkapital
(70,274 %) 366,8 – 366,8 419,5 – 419,5
Ergebnisabführung von der E. Merck KG
Verhältnis Grundkapital zu Gesamtkapital
(29,726 %) 5,8 – 5,8 6,3 – 6,3
Gewerbesteuer 3,1
Körperschaftsteuer – 28,7 – 22,8
Jahresüberschuss 353,0 120,7 407,9 148,4

Das der Ergebnisverteilung zugrunde liegende Ergebnis der E. Merck KG, angepasst um die Gewerbesteuer, betrug – 19,6 Mio € (Vorjahr: – 21,0 Mio €). Hieraus resultierte eine Ergebnisübernahme der Merck KGaA in Höhe von – 5,8 Mio € (Vorjahr: – 6,3 Mio €). Das der Ergebnisverteilung zugrunde liegende Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, angepasst um die Gewerbesteuer und das außerordentliche Ergebnis der Merck KGaA, betrug 522,0 Mio € (Vorjahr: 597,0 Mio €). Von dem Ergebnis der Merck KGaA hat die E. Merck KG 366,8 Mio € Gewinn übernommen (Vorjahr: 419,5 Mio €). Zusätzlich ergab sich ein Aufwand aus Körperschaftsteuerbelastung in Höhe von 28,7 Mio € (Vorjahr: Aufwand von 22,8 Mio €). Die Körperschaftsteuer wird nur auf das Einkommen der Kommanditaktionäre berechnet. Ihr Äquivalent ist die auf die E. Merck KG entfallende Einkommensteuer. Diese ist jedoch unmittelbar von den Gesellschaftern der E. Merck KG zu entrichten und wird im Jahresabschluss nicht ausgewiesen.

Gewinnverwendung

Die von den Kommanditaktionären zu beschließende Gewinnausschüttung bestimmt zugleich die Höhe des für die E. Merck KG frei verfügbaren Ergebnisanteils. Beschließen die Kommanditaktionäre, einen Teil des ihnen zustehenden Bilanzgewinns der Merck KGaA auf neue Rechnung vorzutragen oder in die Gewinnrücklagen einzustellen, so ist die E. Merck KG verpflichtet, einen gemäß dem Verhältnis von Grund- und Komplementärkapital zu ermittelnden vergleichbaren Betrag bei der Merck KGaA in den Gewinnvortrag / die Gewinnrücklagen einzustellen. Somit wird sichergestellt, dass die Gewinnrücklagen und der Gewinnvortrag der Merck KGaA den Beteiligungsverhältnissen der Kommanditaktionäre einerseits und der E. Merck KG andererseits entsprechen. Für die Ausschüttung an die E. Merck KG steht also nur der Betrag zur freien Verfügung, der sich nach Saldierung der Ergebnisabführung der Merck KGaA mit der von der E. Merck KG zu erbringenden Einstellung beziehungsweise Entnahme aus den Rücklagen / dem Gewinnvortrag ergibt. Dieser Betrag entspricht beteiligungsäquivalent dem Betrag, der als Dividende an die Kommanditaktionäre ausgeschüttet wird.


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2015 2014
in Mio € E. Merck KG Merck KGaA E. Merck KG Merck KGaA
Jahresüberschuss 353,0 120,7 407,9 148,4
 
Gewinnvortrag Vorjahr 71,9 30,4 26,3 11,2
Entnahme aus den Gewinnrücklagen
Einstellung in die Gewinnrücklagen
Bilanzgewinn Merck KGaA 151,1 159,6
 
Entnahme E. Merck KG – 388,4 – 362,3
Dividendenvorschlag – 135,7 – 129,2
Gewinnvortrag 36,5 15,4 71,9 30,4

Für das Geschäftsjahr 2014 wurde je Aktie eine Dividende in Höhe von 1,00 € ausgeschüttet. Der Gewinnverwendungsvorschlag für das Geschäftsjahr 2015 sieht eine Ausschüttung von 1,05 € je Aktie vor. Der vorgeschlagene Ausschüttungsbetrag an die Kommanditaktionäre beläuft sich auf 135,7 Mio € (Vorjahr: 129,2 Mio €). Die Entnahme durch die E. Merck KG würde sich auf 388,4 Mio € belaufen (Vorjahr: 362,3 Mio €).

Rücklagenveränderung

Für das Jahr 2015 ergab sich eine Ergebnisabführung an die E. Merck KG einschließlich Rücklagenveränderung in Höhe von 461,0 Mio €. Diese setzt sich zusammen aus der Gewinnübernahme durch die E. Merck KG (– 366,8 Mio €), der Ergebnisabführung der E. Merck KG an die Merck KGaA (– 5,8 Mio €), der Veränderung des Gewinnvortrags der E. Merck KG (– 35,4 Mio €) sowie der Gewinnabführung der Merck & Cie an die E. Merck KG (– 53,0 Mio €). Bei der Merck & Cie handelt es sich um eine Personengesellschaft Schweizer Rechts, die von der Merck KGaA beherrscht wird, jedoch das Ergebnis aus ihrem operativen Geschäft unmittelbar an die E. Merck KG ausschüttet. Bei dieser Ausschüttung handelt es sich um eine Zahlung an einen Anteilseigner, sodass sie ebenfalls als Eigenkapitalveränderung dargestellt wird.

Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

Grundlage für die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter war das bilanzierte Eigenkapital der betreffenden Tochtergesellschaften, gegebenenfalls nach Anpassung an die Bilanzierungsmethoden des Merck-Konzerns sowie anteilige Konsolidierungsbuchungen.

Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital und am Ergebnis beinhalteten im Wesentlichen die Fremdanteile an den börsennotierten Gesellschaften Merck Ltd., Indien, und P.T. Merck Tbk., Indonesien, sowie an den Gesellschaften Merck Ltd., Thailand, und Merck (Pvt.) Ltd., Pakistan.

Im Vorjahr bestanden zwischenzeitlich Anteile nicht beherrschender Gesellschafter im Zuge der Akquisition der AZ Electronic Materials S.A., Luxemburg, in Höhe von 161,9 Mio €. Der Erwerb dieser Anteile nach dem 2. Mai 2014 wurde bilanziell als Transaktion ohne Beherrschungsänderung erfolgsneutral im Eigenkapital abgebildet. Der Vorgang führte zu einer Verminderung der Gewinnrücklagen um 189,4 Mio € und entspricht damit dem Unterschied zwischen dem Kaufpreis der verbleibenden Anteile in Höhe von 351,3 Mio € und dem Abgang der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter in Höhe von 161,9 Mio €.

(26) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Für die Mitarbeiter des Merck-Konzerns bestehen je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes unterschiedliche Systeme der Altersversorgung, die in der Regel auf der Dauer der Betriebszugehörigkeit und dem Entgelt der Mitarbeiter basieren. Die Pensionsverpflichtungen umfassen im Merck-Konzern sowohl leistungs- als auch beitragsorientierte Versorgungssysteme und enthalten sowohl Verpflichtungen aus laufenden Pensionen als auch Anwartschaften auf zukünftig zu zahlende Pensionen. Leistungsorientierte Altersversorgungssysteme sind im Merck-Konzern sowohl rückstellungs- als auch fondsfinanziert. In den Rückstellungen sind ebenfalls pensionsähnliche Verpflichtungen enthalten, wie etwa die Rückstellungen für künftige Krankheitskosten von Rentnern in den USA.

Um die Risiken veränderter Kapitalmarktbedingungen und demografischer Entwicklungen zu begrenzen, werden neu eintretenden Mitarbeitern seit einigen Jahren ausschließlich Pläne angeboten, die im Wesentlichen als beitragsorientierte Altersversorgungssysteme ausgestaltet sind.

Der in der Konzernbilanz erfasste Wert für „Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen“ leitete sich wie folgt her:


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in Mio € 31.12. 2015 31.12. 2014
Barwert aller definierten Leistungsverpflichtungen

Beizulegender Zeitwert des Planvermögens
4.152,7

– 2.322,9
3.812,7

– 1.994,4
 
Finanzierungsstatus

Auswirkungen der Vermögensobergrenzen
1.829,8

1.818,3

 
Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen

Vermögenswerte aus leistungsorientierten Versorgungsplänen
1.829,8

6,3
1.818,3

1,8
 
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.836,1 1.820,1

Die Berechnung der definierten Leistungsverpflichtungen sowie des in bestimmten Fällen zugehörigen Planvermögens beruhte auf folgenden versicherungsmathematischen Annahmen:


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Deutschland Schweiz Großbritannien Andere Länder
in % 2015 2014 2015 2014 2015 2014 2015 2014
Abzinsungssatz 2,40 2,00 0,70 1,00 3,86 3,66 3,72 4,16
Künftige Gehaltssteigerung 2,50 2,52 1,80 1,96 2,42 2,10 3,80 4,53
Künftige Rentensteigerung 1,75 1,75 3,07 3,06 1,91 1,58
Künftige Kostensteigerung für medizinische Versorgung 5,06 5,10

Es handelt sich dabei um Durchschnittswerte, die mit dem Barwert der jeweiligen definierten Leistungsverpflichtung gewichtet wurden.

Den definierten Leistungsverpflichtungen des Merck-Konzerns lagen folgende Arten der durch den jeweiligen Plan bereitgestellten Leistungen zugrunde:


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Deutschland Andere Länder Merck-Konzern
Barwert der definierten Leistungsverpflichtungen in Mio € 31.12. 2015 31.12. 2015 31.12. 2015
Auf dem Endgehalt basierende Leistungsverpflichtung
Annuität 2.346,3 577,1 2.923,4
Einmalzahlung 103,3 103,3
Ratenzahlungen 1,3 1,3
Nicht auf dem Endgehalt basierende Leistungsverpflichtung
Annuität 205,8 834,9 1.040,7
Einmalzahlung 42,1 42,1
Ratenzahlungen 6,8 6,8
Plan zur medizinischen Versorgung 35,1 35,1
2.560,2 1.592,5 4.152,7

Die wesentlichen Versorgungsregelungen sind im Folgenden beschrieben:

Auf Gesellschaften des Merck-Konzerns in Deutschland entfielen 2.560,2 Mio € der definierten Leistungsverpflichtungen (Vorjahr: 2.692,5 Mio €; durch den Erwerb der Sigma-Aldrich Corporation, USA, erhöhten sich die Verpflichtungen 2015 um 21,4 Mio €) und 1.103,9 Mio € des Planvermögens (Vorjahr: 1.100,4 Mio €). Davon entfällt jeweils der überwiegende Teil auf Versorgungspläne, die Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen umfassen. Diese Verpflichtungen basieren einerseits auf Versorgungsregelungen mit dienstzeitabhängigen, endgehaltsbezogenen Leistungszusagen, die für Neueintritte geschlossen wurden. Andererseits besteht für Eintritte seit dem 1. Januar 2005 eine Versorgungsregelung in Form einer Direktzusage, die im Wesentlichen als beitragsorientiertes Altersversorgungssystem ausgestaltet wurde. Der Leistungsanspruch ergibt sich dabei aus der Kumulation von jährlich ermittelten Rentenbausteinen, die auf Basis eines definierten Versorgungsaufwands und einer altersabhängigen Verrentungstabelle berechnet werden. Gesetzliche Mindestfinanzierungsverpflichtungen bestehen nicht.

Auf Versorgungspläne in der Schweiz entfielen 767,9 Mio € der definierten Leistungsverpflichtungen (Vorjahr: 439,8 Mio €; durch den Erwerb von Sigma-Aldrich erhöhten sich die Verpflichtungen 2015 um 188,3 Mio €) und 599,8 Mio € des Planvermögens (Vorjahr: 391,7 Mio €; durch den Erwerb von Sigma-Aldrich erhöhte sich das Planvermögen 2015 um 146,5 Mio €). Diese Verpflichtungen beruhen überwiegend auf der Gewährung von Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen, welche die gesetzlich vorgegebenen Leistungen umfassen. Es werden sowohl Arbeitgeber- als auch Arbeitnehmerbeiträge an die Pensionskassen entrichtet. Es bestehen gesetzliche Mindestfinanzierungsverpflichtungen.

Auf Versorgungspläne in Großbritannien entfielen 500,0 Mio € der definierten Leistungsverpflichtungen (Vorjahr: 390,0 Mio €; durch den Erwerb von Sigma-Aldrich erhöhten sich die Verpflichtungen 2015 um 103,9 Mio €) und 465,8 Mio € des Planvermögens (Vorjahr: 357,5 Mio €; durch den Erwerb von Sigma-Aldrich erhöhte sich das Planvermögen 2015 um 93,6 Mio €). Diese Verpflichtungen ergeben sich überwiegend durch dienstzeitabhängige, endgehaltsbezogene Leistungspläne, die im Jahr 2006 für Neueintritte geschlossen wurden. Die zugesagten Leistungen umfassen Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen. Arbeitgeber und Arbeitnehmer entrichten Beiträge in die Pläne. Es bestehen gesetzliche Mindestfinanzierungsverpflichtungen.

In der Berichtsperiode wurden insgesamt folgende Posten ergebniswirksam erfasst:


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22.5 KB EXCEL
in Mio € 2015 2014
Laufender Dienstzeitaufwand 134,4 83,5
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0,1 – 2,5
Gewinne (–) oder Verluste (+) aus Abgeltung – 1,1 – 4,3
Sonstige ergebniswirksam erfasste Einflüsse 5,5 1,8
Zinsaufwendungen 82,8 101,9
Zinserträge – 44,8 – 67,2
Summe der erfolgswirksam erfassten Beträge 176,9 113,2

Bis auf den Saldo aus den Zinsaufwendungen auf die definierten Leistungsverpflichtungen und den Zinserträgen aus dem Planvermögen, der im Finanzergebnis ausgewiesen wird, werden die relevanten Aufwendungen für leistungs- und beitragsorientierte Versorgungssysteme auf die einzelnen Funktionsbereiche verteilt.

Während der Berichtsperiode veränderte sich der Barwert der definierten Leistungsverpflichtungen wie folgt:


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in Mio € Fondsfinanzierte Versorgungs- zusagen Rückstellungsfinanzierte Versorgungszusagen 2015 Fondsfinanzierte Versorgungs- zusagen Rückstellungsfinanzierte Versorgungszusagen 2014
Barwert aller definierten Leistungsverpflichtungen, Stand 1.1. 3.503,6 309,1 3.812,7 2.533,0 203,8 2.736,8
Im Eigenkapital erfasste Währungsumrechnungsdifferenzen 39,0 – 3,2 35,8 33,7 3,1 36,8
Ergebniswirksam erfasste Währungsumrechnungsdifferenzen 37,7 37,7 5,5 5,5
Laufender Dienstzeitaufwand 119,0 15,4 134,4 73,0 10,5 83,5
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0,2 – 0,1 0,1 – 2,0 – 0,5 – 2,5
Gewinne (–) oder Verluste (+) aus Abgeltung – 1,1 – 1,1 – 3,2 – 1,1 – 4,3
Zinsaufwendungen 75,5 7,3 82,8 92,6 9,0 101,6
Versicherungsmathematische Gewinne (–) / Verluste (+) – 166,4 – 22,9 – 189,3 849,2 73,8 923,0
Beiträge zum Versorgungsplan – Arbeitnehmer 10,6 10,6 7,2 7,2
Geleistete Zahlungen – 146,4 – 6,5 – 152,9 – 94,0 – 5,9 – 99,9
Veränderungen im Konsolidierungskreis 342,5 43,2 385,7 8,3 17,4 25,7
Sonstige ergebniswirksam erfasste Einflüsse 0,1 – 0,2 – 0,1 0,1 0,1
Sonstige Veränderungen – 4,8 1,1 – 3,7 0,3 – 1,1 – 0,8
Barwert aller definierten Leistungsverpflichtungen, Stand 31.12. 3.809,5 343,2 4.152,7 3.503,6 309,1 3.812,7

In der folgenden Übersicht wird aufgezeigt, in welcher Weise der Barwert aller definierten Leistungsverpflichtungen durch Veränderungen bei den maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen beeinflusst worden wäre. Zur Ermittlung der Sensitivitäten wurde grundsätzlich der jeweils betrachtete Parameter bei ansonsten konstant gehaltenen Bewertungsannahmen variiert. Sozialversicherungsgrößen wurden, sofern deren Entwicklungen mit dem Gehaltstrend gleichgesetzt worden sind, zusammen mit dem Gehaltstrend variiert.


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in Mio € 31.12. 2015
Barwert aller definierten Leistungsverpflichtungen, falls
der Abzinsungssatz 50 Basispunkte höher wäre 3.779,9
der Abzinsungssatz 50 Basispunkte niedriger wäre 4.597,0
die künftige Gehaltssteigerung 50 Basispunkte höher wäre 4.278,3
die künftige Gehaltssteigerung 50 Basispunkte niedriger wäre 4.040,9
die künftige Rentensteigerung 50 Basispunkte höher wäre 4.386,6
die künftige Rentensteigerung 50 Basispunkte niedriger wäre 3.976,9
die künftige Kostensteigerung für medizinische Versorgung 50 Basispunkte höher wäre 4.154,1
die künftige Kostensteigerung für medizinische Versorgung 50 Basispunkte niedriger wäre 4.151,5

Der Zeitwert des Planvermögens veränderte sich im Laufe der Berichtsperiode wie folgt:


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in Mio € 2015 2014
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens, Stand 1.1. 1.994,4 1.840,2
Im Eigenkapital erfasste Währungsumrechnungsdifferenzen 34,4 28,2
Ergebniswirksam erfasste Währungsumrechnungsdifferenzen 34,4 5,5
Zinserträge aus Planvermögen 44,8 67,2
Versicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (–) aufgrund von erfahrungsbedingten Berichtigungen – 28,8 50,7
Eingezahlte Beträge – Arbeitgeber 30,0 27,2
Eingezahlte Beträge – Arbeitnehmer 10,6 7,2
Aus dem Planvermögen geleistete Zahlungen – 84,5 – 32,8
Veränderungen im Konsolidierungskreis 293,3 3,0
Ergebniswirksam erfasste, aus dem Planvermögen geleistete Planverwaltungskosten – 2,4 – 1,9
Sonstige ergebniswirksam erfasste Einflüsse 0,1 0,2
Sonstige Veränderungen – 3,4 – 0,3
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens, Stand 31.12. 2.322,9 1.994,4

Der tatsächliche Ertrag aus dem Planvermögen betrug im Berichtsjahr 16,0 Mio € (Vorjahr: 117,9 Mio €).

Im Berichtsjahr ergaben sich keine Veränderungen der Auswirkungen der Vermögensobergrenzen gemäß IAS 19.64. Im Vorjahr wurden in Höhe von 10,8 Mio € versicherungsmathematische Gewinne sowie 0,3 Mio € Zinsaufwendungen erfasst. In beiden Jahren ergaben sich keine Auswirkungen aus der Vermögensobergrenze.

Die Entwicklung der kumulierten versicherungsmathematischen Gewinne (+) und Verluste (–) stellte sich folgendermaßen dar:


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in Mio € 2015 2014
Kumulierte versicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (–), Stand 1.1. – 1.568,4 – 694,8
Währungsumrechnungsdifferenzen – 12,5 – 12,1
Neubewertungen von definierten Leistungsverpflichtungen
Versicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (–) aus Veränderungen bei den demografischen Annahmen – 37,8 19,1
Versicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (–) aus Veränderungen bei den finanziellen Annahmen 217,3 – 915,2
Versicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (–) aufgrund von erfahrungsbedingten Berichtigungen 9,8 – 26,9
Neubewertung des Planvermögens
Versicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (–) aufgrund von erfahrungsbedingten Berichtigungen – 28,8 50,7
Veränderungen der Auswirkungen der Vermögensobergrenzen
Versicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (–) 10,8
Umgliederung innerhalb der Gewinnrücklagen
Kumulierte versicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (–), Stand 31.12. – 1.420,4 – 1.568,4

Das Planvermögen für fondsfinanzierte definierte Leistungsverpflichtungen setzte sich im Wesentlichen aus festverzinslichen Wertpapieren, Aktien und Wertpapierfonds zusammen. Darin waren weder Finanzinstrumente, die von Gesellschaften des Merck-Konzerns emittiert wurden, noch von Konzerngesellschaften genutzte Immobilien direkt enthalten.

Das Planvermögen dient ausschließlich der Erfüllung der definierten Leistungsverpflichtungen. Die Unterlegung der Leistungsverpflichtungen mit Finanzmitteln stellt eine Vorsorge für künftige Mittelabflüsse dar, die in einigen Ländern (zum Beispiel Schweiz und Großbritannien) aufgrund bestehender gesetzlicher Vorgaben, in anderen Ländern (zum Beispiel Deutschland) auf freiwilliger Basis erfolgt.

Das Verhältnis zwischen dem beizulegenden Zeitwert des Planvermögens und dem Barwert der definierten Leistungsverpflichtungen bezeichnet man als Finanzierungsgrad des jeweiligen Pensionsplans. Übersteigen die Leistungsverpflichtungen das Planvermögen, stellt dies eine Planunterdeckung dar.

Zu beachten ist allerdings, dass sowohl die Leistungsverpflichtungen als auch das Planvermögen im Zeitablauf schwanken. Dies kann dazu führen, dass die Unterdeckung ansteigt. Je nach gesetzlichen Vorschriften könnte es für den Merck-Konzern in einzelnen Ländern notwendig werden, durch Zuführung liquider Mittel die Unterdeckung zu reduzieren. Gründe für solche Schwankungen können zum Beispiel Veränderungen des Marktzinses und damit des Abzinsungssatzes oder auch Anpassungen anderer versicherungsmathematischer Annahmen (zum Beispiel Lebenserwartung, Inflationsraten) sein.

Um solche Schwankungen möglichst gering ausfallen zu lassen, beachtet der Merck-Konzern bei der Vermögensverwaltung des Planvermögens auch die möglichen Schwankungen der Passivseite. Im Idealfall verhalten sich das Vermögen und die Verbindlichkeiten bei exogenen Einflussfaktoren gegenläufig, sodass ein natürlicher Schutz gegen diese Einflussfaktoren besteht. Um diesen Effekt herzustellen, wird der entsprechende Einsatz von Finanzinstrumenten bei den einzelnen Pensionsplänen in Erwägung gezogen.

Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens verteilte sich auf folgende Anlageklassen:


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31.12. 2015 31.12. 2014
in Mio € Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt Keine Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt Gesamt Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt Keine Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt Gesamt
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 27,3 27,3 167,0 167,0
Eigenkapitalinstrumente 740,3 740,3 544,9 544,9
Schuldinstrumente 957,5 957,5 662,5 662,5
Direkte Investitionen in Immobilien 98,2 98,2 84,7 84,7
Wertpapierfonds 369,9 369,9 371,3 371,3
Versicherungsverträge 79,2 79,2 74,9 74,9
Sonstige 50,5 50,5 88,2 0,9 89,1
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 2.145,5 177,4 2.322,9 1.833,9 160,5 1.994,4

Die Einzahlungen des Arbeitgebers in das Planvermögen und die direkten Zahlungen an Planteilnehmer werden im folgenden Jahr voraussichtlich 99,2 Mio € betragen. Die gewichtete Duration betrug 20 Jahre.

Für beitragsorientierte Altersversorgungssysteme, die ausschließlich über externe Fonds finanziert werden und bei denen außer der Zahlung von Beiträgen keine weiteren Verpflichtungen für Gesellschaften des Merck-Konzerns bestehen, betrug der Aufwand aus den laufenden Beitragszahlungen 46,8 Mio € (Vorjahr: 38,7 Mio €). Ferner wurden an die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland Arbeitgeberbeiträge in Höhe von 62,9 Mio € (Vorjahr: 57,2 Mio €) und an gesetzliche Rentenversicherungen im Ausland Arbeitgeberbeiträge in Höhe von 34,9 Mio € (Vorjahr: 28,5 Mio €) abgeführt.

(27) Rückstellungen

Die Rückstellungen entwickelten sich wie folgt:


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in Mio € Rechts­streitigkeiten Restrukturierung Leistungen an Arbeitnehmer Umweltschutz­maßnahmen Übrige Gesamt
Stand 1.1. 2015 393,1 136,5 266,8 123,7 267,7 1.187,8
Zugang 114,7 33,0 180,0 9,9 184,1 521,7
Inanspruchnahme – 6,4 – 72,8 – 116,1 – 9,7 – 72,0 – 277,0
Auflösung – 35,3 – 6,6 – 36,2 – 2,0 – 59,2 – 139,3
Aufzinsung 7,4 1,0 2,5 0,1 11,0
Währungsumrechnungsdifferenz – 1,3 1,9 2,7 0,5 2,7 6,5
Veränderungen im Konsolidierungskreis / Sonstiges 18,4 41,0 2,0 18,6 80,0
Stand 31.12. 2015 490,6 92,0 339,2 126,9 342,0 1.390,7
Davon: Kurzfristig 77,9 37,7 97,0 24,1 298,7 535,4
Davon: Langfristig 412,7 54,3 242,2 102,8 43,3 855,3

Rechtsstreitigkeiten

Die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten beliefen sich zum 31. Dezember 2015 auf 490,6 Mio € (Vorjahr: 393,1 Mio €). Die im Folgenden beschriebenen Rechtsfälle stellen die bedeutendsten Rechtsrisiken dar.

Produktbezogene und patentrechtliche Auseinandersetzungen

Rebif®: Merck ist in einen Patentrechtsstreit mit Biogen Inc., USA, (Biogen) in den USA involviert. Biogen behauptet, der Verkauf von Rebif® in den USA verletze ein Patent von Biogen. Das streitgegenständliche Patent wurde Biogen im Jahr 2009 in den USA erteilt. In der Folge verklagte Biogen Merck sowie weitere Pharmaunternehmen wegen Verletzung dieses Patents. Merck verteidigte sich gegen sämtliche Vorwürfe und erhob Widerklage mit dem Antrag festzustellen, dass das Patent ungültig sei und durch das Verhalten von Merck nicht verletzt werde. Ein „Markman Hearing“ fand im Januar 2012 statt, eine Entscheidung ist bisher nicht ergangen. Die Parteien befinden sich derzeit in einem vom Gericht angeordneten Mediationsverfahren, das noch nicht offiziell beendet ist. Wann eine Entscheidung in der ersten Instanz getroffen werden wird, ist derzeit noch offen. Merck hat bilanzielle Vorsorgemaßnahmen getroffen. Ein Mittelabfluss wird nicht innerhalb der nächsten zwölf Monate erwartet.

Im Unternehmensbereich Performance Materials hat Merck mit einem Wettbewerber betreffend möglicher Patentverletzungen verhandelt. Den vom Wettbewerber behaupteten Patentverletzungen hält Merck die Invalidität der genannten Patente aufgrund des einschlägigen Stands der Technik entgegen und hat entsprechende Patentnichtigkeitsklagen eingereicht. Der Wettbewerber hat mittlerweile zwei Patentverletzungsklagen erhoben. Merck ist auf diesen Sachverhalt vorbereitet und hat bilanzielle Vorsorgemaßnahmen getroffen. Merck geht davon aus, dass es erst in den nächsten zwei bis fünf Jahren zu einer endgültigen Entscheidung und einem möglichen Ressourcenabfluss kommt.

Kartellrechtliche und sonstige Verfahren

Raptiva®: Im Dezember 2011 verklagte der Bundesstaat São Paulo, Brasilien, Merck auf Schadenersatz wegen angeblicher Absprachen zwischen verschiedenen Pharmaunternehmen und einer Assoziation von an Psoriasis und Vitiligo erkrankten Patienten. Die Absprachen hätten auf eine Steigerung des Umsatzes von Arzneimitteln der involvierten Unternehmen zum Nachteil von Patienten und der Staatskasse abgezielt. Im Zusammenhang mit dem Produkt Raptiva® bestehen überdies auch Klagen von Patienten auf Schadenersatzleistungen. Merck hat bilanzielle Vorsorgemaßnahmen für diese Sachverhalte getroffen. Es handelt sich hier um verschiedene Rechtsfälle, ein Mittelabfluss im Geschäftsjahr 2016 ist nicht auszuschließen.

Paroxetine: Im Zusammenhang mit dem veräußerten Generikageschäft ist Merck in Großbritannien wettbewerbsrechtlichen Ermittlungen durch die britische Competition and Market Authority (CMA) ausgesetzt. Die Behörde informierte Merck im März 2013 über die Annahme, dass eine im Jahr 2002 zwischen Generics (UK) Ltd. und mehreren GlaxoSmithKline-Gesellschaften im Zusammenhang mit dem antidepressiv wirkenden Arzneimittel Paroxetine geschlossene Vergleichsvereinbarung britisches und europäisches Wettbewerbsrecht verletze. Merck als damalige Eigentümerin von Generics (UK) Ltd. sei in die Verhandlungen der Vergleichsvereinbarung involviert gewesen und deshalb haftbar. Die Ermittlungen gegen Generics (UK) Ltd. liefen bereits seit 2011, ohne dass Merck Kenntnis hiervon hatte. Am 11. Februar 2016 wurde hierzu von der CMA ein Bußgeld erlassen. Merck beabsichtigt gegen diese Bußgeldentscheidung Rechtsmittel einzulegen. Merck hat bilanzielle Vorsorgemaßnahmen getroffen; im Berichtsjahr 2015 wurde der Rückstellungsbetrag auf Basis einer Neueinschätzung des Risikos teilweise aufgelöst. Eine Entscheidung und gegebenenfalls ein Ressourcenabfluss werden für das Jahr 2016 erwartet.

Devisentransferbeschränkungen

Merck ist neben weiteren Unternehmen in einer Jurisdiktion behördlichen Untersuchungen bezüglich der Einhaltung von Devisentransferbeschränkungen ausgesetzt. In diesem Zusammenhang wird von den zuständigen Behörden geprüft, ob die Importpreise zu unzulässig hohen Devisentransfers geführt haben. Für die aufgrund der unsicheren Rechtslage im betroffenen Land als wahrscheinlich eingeschätzten Rück- und Strafzahlungen wurde bilanziell Vorsorge getroffen. Ein Mittelabfluss wird nicht für das Geschäftsjahr 2016 erwartet.

Neben Rückstellungen für die genannten Rechtsfälle bestanden zum Bilanzstichtag Rückstellungen für verschiedene kleinere anhängige Rechtsstreitigkeiten.

Restrukturierung

Rückstellungen für Restrukturierung beinhalteten im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern im Zusammenhang mit Restrukturierungsprojekten und Rückstellungen für belastende Verträge. Der Ansatz erfolgte, nachdem detaillierte Restrukturierungspläne aufgestellt und bekanntgegeben worden waren.

Im Jahr 2012 wurde das Transformations- und Wachstumsprogramm „Fit für 2018“ aufgelegt. Ziel dieses Programms ist es, die Wettbewerbsfähigkeit und das Wachstum des Merck-Konzerns langfristig zu sichern. Die in diesem Zusammenhang am 31. Dezember 2015 bestehenden Rückstellungen in Höhe von 92,0 Mio € (Vorjahr: 136,5 Mio €) beinhalteten im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern aus Altersteilzeit- und Vorruhestandsregelungen. Die im Jahr 2015 geleisteten Auszahlungen in Höhe von 72,8 Mio € sind im Wesentlichen auf Zahlungen an Mitarbeiter für Abfindungen oder Vorruhestandsregelungen zurückzuführen. Die Zahlungsmittelabflüsse der Restrukturierungsrückstellungen werden überwiegend innerhalb eines Zeitraums bis zum Jahr 2019 erwartet.

Leistungen an Arbeitnehmer / Anteilsbasierte Vergütung

In den Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer sind Verpflichtungen aus langfristigen variablen Vergütungsprogrammen enthalten. Bezüglich weiterer Informationen zu diesen Vergütungsprogrammen wird auf Anmerkung [66] „Anteilsbasierte Vergütungsprogramme“ verwiesen. In der nachfolgenden Tabelle werden die wesentlichen Parameter sowie die Entwicklung der Anzahl der in Aussicht gestellten Merck Share Units („MSUs“) für die einzelnen Tranchen dargestellt:


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25 KB EXCEL
2013er-Tranche 2014er-Tranche 2015er-Tranche
Performance-Zeitraum 1.1. 2013 – 31.12. 2015 1.1. 2014 – 31.12. 2016 1.1. 2015 – 31.12. 2017
Laufzeit 3 Jahre 3 Jahre 3 Jahre
Basiskurs der Merck-Aktie in €
(60-Tages-Durchschnitt der Merck-Aktie vor dem Beginn des Performance-Zeitraums)
100,111 122,841 74,53
Basiskurs des DAX®
(60-Tages-Durchschnitt des DAX® vor dem Beginn des Performance-Zeitraums)
7.350,64 9.065,08 9.403,99
 
Anzahl in Aussicht gestellter MSUs
Erstmals in Aussicht gestellt im Jahr 2013 389.658
Verfallen 11.938
Stand 31.12. 2013 377.720
Erstmals in Aussicht gestellt im Jahr 2014 355.164
Verfallen 38.179 21.247
An Mitarbeiter der AZ-Electronic-Materials-Gruppe am 2.5.2014 gewährte MSUs 22.865
Stand 31.12.2014 339.541 356.782
Erstmals in Aussicht gestellt im Jahr 2015 609.799
Verfallen 20.885 23.541 21.447
Weitere nachträglich gewährte MSUs 2.167
Stand 31.12. 2015 318.656 335.408 588.352
1
Kurse vor dem im Geschäftsjahr 2014 erfolgten Aktiensplit.

Der Wert der Rückstellung für die abgelaufene Erdienungsperiode betrug zum 31. Dezember 2015 123,9 Mio € (Vorjahr: 144,8 Mio €). Der Nettoaufwand für das Geschäftsjahr 2015 belief sich auf 64,3 Mio € (Vorjahr: 81,3 Mio €). Die im Geschäftsjahr 2012 ausgegebene dreijährige Tranche endete mit Ablauf des Jahres 2014 und wurde 2015 in Höhe von 85,9 Mio € ausgezahlt.

Darüber hinaus wurden Altersteilzeitverpflichtungen und sonstige Abfindungen, die nicht im Zusammenhang mit dem Programm „Fit für 2018“ gebildet wurden, sowie Verpflichtungen aus Langzeitkonten und Jubiläumsgeldern in den Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer berücksichtigt.

Bezüglich der Rückstellungen für leistungsorientierte Pläne nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird auf Anmerkung [26] „Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen“ verwiesen.

Umweltschutzmaßnahmen

Die Rückstellungen für Umweltschutzmaßnahmen bestanden im Wesentlichen in Deutschland, Lateinamerika sowie den USA und wurden insbesondere für Verpflichtungen aus Bodensanierungen und Grundwasserschutz im Zusammenhang mit dem im Jahr 1987 aufgegebenen Pflanzenschutzgeschäft gebildet.

Übrige Rückstellungen

Die übrigen Rückstellungen beinhalteten im Wesentlichen Rückstellungen für Abnahmeverpflichtungen, Nachlaufkosten aus aufgegebenen Forschungsprojekten, sonstige Gewährleistungen sowie Rückstellungen für ungewisse Verpflichtungen aus Beiträgen, Abgaben und Gebühren.

Für voraussichtlich anfallende Nachlaufkosten aufgrund der Einstellung des Entwicklungsprogramms von Evofosfamide wurden in der Berichtsperiode Rückstellungen gebildet. Darüber hinaus wurden Rückstellungen für Zinsen und Strafzahlungen aufgrund von Betriebsprüfungen gebildet. Die Auflösungen und Inanspruchnahmen entfielen im Wesentlichen auf die in den Vorjahren gebildeten Rückstellungen für Nachlaufkosten von eingestellten Entwicklungsprogrammen im Unternehmensbereich Healthcare.

(28) Finanzschulden / Kapitalmanagement

Die Zusammensetzung der Finanzschulden sowie eine Überleitung zu den Nettofinanzverbindlichkeiten sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:


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30.5 KB EXCEL
Buchwert 31.12. 2015 in Mio € Buchwert 31.12. 2014 in Mio € Laufzeit bis Zinssatz in % Nominalvolumen in Mio Währung
Euro-Anleihe 2010 / 2015 1.349,7 März 2015 3,375 1.350,0
Euro-Anleihe 2009 / 2015 100,0 Dez. 2015 3,615 100,0
Euro-Anleihe 2006 / 2016 214,4 Juni 2016 5,875 250,0
Euro-Anleihe 2009 / 2016 60,0 Nov. 2016 4,000 60,0
Summe Anleihen (kurzfristig) 274,4 1.449,7
Commercial Paper 999,2
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.136,8 67,4
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 577,8 501,4
Darlehen von Dritten und sonstige Finanzschulden 26,6 18,6
Verbindlichkeiten aus Derivaten (Finanztransaktionen) 79,8 36,0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 2,0 2,8
Summe kurzfristiger Finanzschulden 4.096,6 2.075,9
 
Euro-Anleihe 2006 / 2016 218,4 Juni 2016 5,875 250,0
Euro-Anleihe 2009 / 2016 60,0 Nov. 2016 4,000 60,0
US-Anleihe 2015 / 2017 228,5 März 2017 variabel1 250,0 USD
Euro-Anleihe 2015 / 2017 699,0 Sept. 2017 variabel2 700,0
US-Anleihe 2015 / 2018 365,5 März 2018 1,700 400,0 USD
Euro-Anleihe 2009 / 2019 69,3 69,1 Dez. 2019 4,250 70,0
Euro-Anleihe 2015 / 2019 797,3 Sept. 2019 0,750 800,0
US-Anleihe 2015 / 2020 683,8 März 2020 2,400 750,0 USD
Euro-Anleihe 2010 / 2020 1.345,1 1.344,1 März 2020 4,500 1.350,0
US-Anleihe 2015 / 2022 909,6 März 2022 2,950 1.000,0 USD
Euro-Anleihe 2015 / 2022 546,8 Sept. 2022 1,375 550,0
US-Anleihe 2015 / 2025 1.448,4 März 2025 3,250 1.600,0 USD
Hybridanleihe 2014 / 2074 987,7 986,2 Dez. 20743 2,625 1.000,0
Hybridanleihe 2014 / 2074 496,8 496,7 Dez. 20744 3,375 500,0
Summe Anleihen (langfristig) 8.577,8 3.174,5
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 869,2 200,0
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen
Darlehen von Dritten und sonstige Finanzschulden 62,6 65,9
Verbindlichkeiten aus Derivaten (Finanztransaktionen) 103,9 117,0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 2,8 3,7
Summe langfristiger Finanzschulden 9.616,3 3.561,1
 
Summe Finanzschulden 13.712,9 5.637,0
Abzüglich:
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 832,2 2.878,5
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 227,0 2.199,4
Nettofinanzverbindlichkeiten 12.653,7 559,1
1
Verzinsung: 0,35% über dem dreimonatigen US-Dollar-Liborsatz.
2
Verzinsung: 0,23% über dem 3-Monats-Euribor.
3
Merck hat das Recht, diese Tranche der im Dezember 2014 begebenen Hybridanleihe erstmals im Juni 2021 vorzeitig zurückzuzahlen.
4
Merck hat das Recht, diese Tranche der im Dezember 2014 begebenen Hybridanleihe erstmals im Dezember 2024 vorzeitig zurückzuzahlen.

Merck emittierte im März 2015 eine US-Anleihe in fünf Tranchen und im August 2015 eine weitere Euro-Anleihe in drei Tranchen. Beide Emissionen sind Teil der Finanzierung für die Akquisition der Sigma-Aldrich Corporation, USA. Im März 2015 hat Merck eine Anleihe über 1,35 Mrd € sowie im Dezember 2015 eine weitere Anleihe über 100 Mio € zurückgezahlt. Zudem zahlte Merck am 18. Dezember 2015 eine im Rahmen der Akquisition von Sigma-Aldrich zugegangene Anleihe mit einem Nominalvolumen von 300 Mio US-Dollar vorzeitig zurück.

Bei der von der Merck KGaA begebenen Hybridanleihe 2014 / 2074 mit zwei Tranchen handelt es sich um eine Anleihe, die von den beiden Ratingagenturen Standard & Poor’s und Moody’s nur zur Hälfte als zusätzliche Verschuldung angerechnet wird („Equity Credit Treatment“), sodass die Emission für die Ratingsituation vorteilhaft gegenüber einer klassischen Anleiheemission war. Bilanziell wird die Anleihe vollumfänglich als Fremdkapital erfasst. Für die Kaufpreiszahlung der Akquisition von Sigma-Aldrich hat Merck in Ergänzung zu den emittierten Anleihen eine Kreditlinie mit einem Bankenkonsortium in Höhe von 1,6 Mrd € sowie bilaterale Kreditlinien in Höhe von 1,35 Mrd € in Anspruch genommen.

Für die Finanzschulden des Merck-Konzerns sind keine Pfandrechte oder ähnlichen Sicherheiten hinterlegt. In den Kreditverträgen wurden keine Financial Covenants vereinbart. Die durchschnittlichen Fremdkapitalkosten des Merck-Konzerns lagen am Bilanzstichtag bei 2,0% (Vorjahr: 3,3%).

Informationen zu den Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen sind der Anmerkung [46] „Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen“ zu entnehmen.

Kapitalmanagement

Ziel des Kapitalmanagements ist die Sicherstellung der finanziellen Flexibilität zur langfristigen Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs und zur Wahrnehmung strategischer Optionen. Die Beibehaltung eines stabilen Investment-Grade-Ratings, die Sicherung der Liquidität, die Begrenzung der finanzwirtschaftlichen Risiken sowie die Optimierung der Kapitalkosten sind Ziele der Finanzpolitik und setzen wichtige Rahmenbedingungen für das Kapitalmanagement. Die zuständigen Gremien entscheiden über die Kapitalstruktur der Bilanz, die Verwendung des Bilanzgewinns und die Höhe der Dividende. Dabei sind die Nettofinanzverbindlichkeiten eine der wichtigsten Kennzahlen im Rahmen des Kapitalmanagements.

Der Kapitalmarkt stellt für Merck traditionell eine wesentliche Finanzierungsquelle dar, unter anderem über die Ausgabe von Anleihen. Darüber hinaus verfügt Merck über eine im Jahr 2013 erneuerte Multi-Währungs-Betriebsmittelkreditlinie über 2 Mrd € („Syndizierter Kredit 2013“). Der Kreditrahmen ist mit einem international zusammengesetzten Bankenkonsortium vereinbart und hat eine verbleibende Laufzeit bis März 2020. Zum Stichtag wurde diese Kreditlinie nicht in Anspruch genommen. Weiterhin stand Merck zur Deckung des kurzfristigen Kapitalbedarfs ein „Commercial Paper Program“ mit einem Volumen von 2 Mrd € zur Verfügung, welches zum Berichtszeitpunkt mit 1 Mrd € (im Vorjahr keine Ausnutzung) in Anspruch genommen wurde. Zudem wurde ein „Debt Issuance Program“ mit einem Volumen von 15,0 Mrd € (Vorjahr: 15,0 Mrd €) zum 31. Dezember 2015 mit 3,53 Mrd € (Vorjahr: 2,93 Mrd €) in Anspruch genommen. Am 31. Dezember 2015 bestanden weitere Banklinien in Höhe von 206,5 Mio € (Vorjahr: 11.544,8 Mio €). Im Vorjahr standen diese Banklinien insbesondere für die Akquisition von Sigma-Aldrich zur Verfügung. Es lagen keine Anzeichen dafür vor, dass eingeräumte Kreditrahmen in ihrer Verfügbarkeit eingeschränkt waren.

Zum Stichtag bestanden folgende Finanzierungszusagen von Kreditinstituten gegenüber dem Merck-Konzern:


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23 KB EXCEL

in Mio €
Finanzierungs-
zusagen von
Kreditinstituten
Ausnutzung am 31.12. 2015 Verzinsung Laufzeit der Finanzierungszusagen
Syndizierter Kredit 2013 2.000,0 0,0 variabel 2020
Kreditvereinbarung mit Bankenkonsortium zur Akquisitionsfinanzierung 1.600,0 1.600,0 variabel 2018
Bilaterale Kreditvereinbarungen mit Kreditinstituten 700,0 700,0 variabel 2019
Bilaterale Kreditvereinbarungen mit Kreditinstituten 400,0 400,0 variabel 2020
Bilaterale Kreditvereinbarungen mit Kreditinstituten 250,0 250,0 variabel 2022
Diverse Banklinien 206,5 56,0 variabel < 1 Jahr
5.156,5 3.006,0

(29) Übrige Verbindlichkeiten

Die übrigen Verbindlichkeiten setzten sich wie folgt zusammen:


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23.5 KB EXCEL
in Mio € Kurzfristig Langfristig 31.12. 2015 Kurzfristig Langfristig 31.12. 2014
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 889,9 14,4 904,3 692,9 3,2 696,1
Verbindlichkeiten aus Derivaten (operativ) 46,4 14,4 60,8 29,0 6,4 35,4
Finanzielle Posten 936,3 28,8 965,1 721,9 9,6 731,5
Abgrenzungen für Personalaufwendungen 535,5 535,5 474,3 474,3
Weitere Rechnungsabgrenzungen 226,1 576,0 802,1 220,9 768,6 989,5
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 15,1 15,1 15,0 15,0
Verbindlichkeiten aus nicht
einkommensabhängigen Steuern
105,5 3,7 109,2 142,5 3,8 146,3
Nicht finanzielle Posten 882,2 579,7 1.461,9 852,7 772,4 1.625,1
1.818,5 608,5 2.427,0 1.574,6 782,0 2.356,6

Die übrigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalteten zum 31. Dezember 2015 Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen in Höhe von 453,6 Mio € (Vorjahr: 425,6 Mio €). Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Gewinnansprüche der E. Merck KG. Des Weiteren waren in dieser Position Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungen in Höhe von 8,5 Mio € (Vorjahr: 3,1 Mio €), Zinsabgrenzungen in Höhe von 97,4 Mio € (Vorjahr: 85,9 Mio €) sowie Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltsabrechnungen in Höhe von 179,5 Mio € (Vorjahr: 65,9 Mio €) enthalten. Der restliche in den übrigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesene Betrag von 165,3 Mio € (Vorjahr: 115,6 Mio €) enthielt unter anderem Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungen sowie Zahlungsverpflichtungen aus vertraglichen Vereinbarungen mit anderen Unternehmen. Die weiteren Rechnungsabgrenzungen resultieren im Wesentlichen aus der Kollaborationsvereinbarung mit Pfizer Inc., USA, im Bereich der Immunonkologie und wurden im Geschäftsjahr planmäßig anteilig aufgelöst (siehe Anmerkung [5] „Gemeinsame Vereinbarungen von wesentlicher Bedeutung“).

(30) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen untergliederten sich wie folgt:


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22 KB EXCEL
in Mio € 31.12. 2015 31.12. 2014
Verbindlichkeiten gegenüber Dritten 1.920,9 1.539,3
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungen 0,3 0,1
1.921,2 1.539,4

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen waren auch Abgrenzungen für ausstehende Rechnungen und Erlösminderungen in Höhe von 906,4 Mio € (Vorjahr: 831,0 Mio €) enthalten.

(31) Ertragsteuerverbindlichkeiten

Die Steuerschulden sowie die Rückstellungen für Steuerverpflichtungen beliefen sich zum 31. Dezember 2015 in der Summe auf Ertragsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 1.011,3 Mio € (Vorjahr: 849,8 Mio €). Der Anstieg der Verbindlichkeiten resultierte im Wesentlichen aus der Akquisition der Sigma-Aldrich Corporation, USA, den gestiegenen Ertragsteueraufwendungen im Geschäftsjahr (siehe Anmerkung [15] „Ertragsteuern“) sowie erhöhten Rückstellungen für potenzielle Steuerverpflichtungen.