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Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

(8) Umsatzerlöse

Umsatzerlöse wurden im Wesentlichen aus Warenverkäufen erzielt. Sie enthielten in geringem Umfang auch Erlöse aus erbrachten Dienstleistungen und Provisionserlöse. Seit dem 1. Januar 2015 werden die Provisionserlöse als Teil der Umsatzerlöse ausgewiesen. Im Vorjahr wurden die Lizenz- und Provisionserlöse noch in einer eigenen Position in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Für weitere Informationen wird auf die Anmerkung [6] „Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Ausweisänderungen“ verwiesen.

Die Umsatzerlöse des Merck-Konzerns betrugen im Geschäftsjahr 12.844,7 Mio € (Vorjahr: 11.362,8 Mio €) und erhöhten sich damit um 13,0% gegenüber dem Vorjahr (Vorjahr: Erhöhung um 5,5%). Die Aufteilung der Umsatzerlöse ist in der Segmentberichterstattung in Anmerkung [32] „Informationen nach Unternehmensbereichen / Ländern und Regionen“ dargestellt.

(9) Herstellungskosten

Die Herstellungskosten umfassten im Wesentlichen die Kosten der abgesetzten Erzeugnisse sowie die Einstandskosten der verkauften Handelswaren. Sie beinhalteten neben den direkt zurechenbaren Kosten wie zum Beispiel Material-, Personal- und Energiekosten sowie Abschreibungen auch dem Produktionsprozess zuzurechnende Gemeinkosten und gegebenenfalls erforderliche Abwertungen auf Vorräte.

(10) Marketing- und Vertriebskosten

Die Marketing- und Vertriebskosten setzten sich wie folgt zusammen:


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in Mio € 2015 2014
Außendienst – 913,1 – 809,3
Innendienst – 740,0 – 613,6
Werbemaßnahmen – 521,9 – 469,4
Logistik – 471,2 – 412,6
Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte1 – 778,9 – 719,0
Lizenz- und Provisionsaufwendungen – 512,8 – 484,2
Sonstige Marketing- und Vertriebskosten – 111,6 – 81,0
Marketing- und Vertriebskosten2 – 4.049,5 – 3.589,1
1
Ohne Abschreibungen auf selbsterstellte oder einzeln erworbene Software.
2
Die Zusammensetzung der Marketing- und Vertriebskosten wurde geändert, siehe Anmerkung „Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Ausweisänderungen“.

Die Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte entfielen im Wesentlichen auf Marktzulassungen, Kundenbeziehungen, Markennamen, Warenzeichen und Sonstiges, welche dem Marketing- und Vertriebsbereich funktional zuzuordnen waren.

Die Lizenz- und Provisionsaufwendungen entstanden im Wesentlichen für die Vermarktung von Erbitux ® außerhalb der USA und Kanadas in Höhe von 93,5 Mio € (Vorjahr: 84,7 Mio €) sowie für die Vermarktung von Rebif ® in den USA in Höhe von 333,6 Mio € (Vorjahr: 314,6 Mio €).

(11) Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Geschäftsjahr 1.709,2 Mio € (Vorjahr: 1.703,7 Mio €).

Mit den Forschungskosten wurden Erstattungen für Forschung und Entwicklung in Höhe von 88,0 Mio € (Vorjahr: 18,4 Mio €) verrechnet, darin enthalten waren staatliche Zuschüsse in Höhe von 3,4 Mio € (Vorjahr: 5,9 Mio €). Der Anstieg war im Wesentlichen auf Erstattungen aus der strategischen Allianz mit Pfizer Inc., USA, zurückzuführen.

Die Aufteilung der Forschungs- und Entwicklungskosten nach Regionen ist im Segmentbericht (siehe Anmerkung [32] „Informationen nach Unternehmensbereichen / Ländern und Regionen“) dargestellt.

(12) Sonstige betriebliche Erträge

Die Aufteilung der sonstigen betrieblichen Erträge stellte sich wie folgt dar:


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Sonstige betriebliche Erträge

 

in Mio € 2015 2014
Erträge aus Meilensteinzahlungen und Rechten sowie Lizenzerträge 261,7 138,0
Gewinne aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 52,4 3,7
Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen 40,2 41,8
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten 35,3 260,3
Währungskursdifferenzen aus operativem Geschäft (Saldo) 53,3
Erträge aus nicht betriebstypischen Leistungen 21,7 26,4
Übrige betriebliche Erträge1 59,4 40,9
Sonstige betriebliche Erträge2 470,7 564,4
1
Die Vorjahreszahl wurde angepasst und enthält nun die Erträge aus Beteiligungen.
2
Die Zusammensetzung der sonstigen betrieblichen Erträge wurde geändert, siehe Anmerkung „Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Ausweisänderungen“.

Die Erträge aus Meilensteinzahlungen und Rechten sowie Lizenzerträge in Höhe von 261,7 Mio € (Vorjahr: 138,0 Mio €) waren im Geschäftsjahr in Höhe von 191,4 Mio € (Vorjahr: 15,9 Mio €) auf die im Jahr 2014 getroffene Kollaborationsvereinbarung mit Pfizer Inc., USA, im Bereich der Immunonkologie zurückzuführen. Hierbei handelte es sich um die zeitanteilige Realisierung der abgegrenzten Erlöse aus der Einstandszahlung sowie aus dem Gegenwert des Rechts zur gemeinsamen Vermarktung von Xalkori® (siehe Anmerkung [5] „Gemeinsame Vereinbarungen von wesentlicher Bedeutung“). Die Lizenzerträge waren im Wesentlichen auf die Produkte Viibryd® (Allergan, Inc., Irland) und Puregon® (Merck & Co. Inc., USA) zurückzuführen.

Die Gewinne aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten in Höhe von 52,4 Mio € (Vorjahr: 3,7 Mio €) waren vor allem auf die Veräußerung von Marktzulassungen und Vertriebsrechten sowie sonstigen, zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Beteiligungen zurückzuführen.

Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten in Höhe von 35,3 Mio € (Vorjahr: 260,3 Mio €) entstanden im Wesentlichen aus der Anpassung der Rückstellung im Zusammenhang mit der Rechtsstreitigkeit zu Paroxetine (siehe Anmerkung [27] „Rückstellungen“). Im Vorjahr waren die Erträge im Wesentlichen auf die Beilegung des Rechtsstreits mit Israel Bio-Engineering Project Limited Partnership („IBEP“) zurückzuführen.

Im Geschäftsjahr entstanden keine Beteiligungserträge, im Vorjahr betrugen diese 1,5 Mio € und wurden in den übrigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

(13) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Aufteilung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen stellte sich wie folgt dar:


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Sonstige betriebliche Aufwendungen

 

in Mio € 2015 2014
Wertminderungen – 128,4 – 100,2
Akquisitionskosten – 101,6 – 24,5
Rechtsstreitigkeiten – 85,1 – 95,5
Wertberichtigungen auf Forderungen – 84,1 – 41,9
Integrationskosten / IT-Kosten – 77,6 – 87,2
Prämien, Gebühren und Beiträge – 56,8 – 55,2
Währungskursdifferenzen aus operativem Geschäft (Saldo) – 48,8
Restrukturierungskosten – 47,5 – 83,9
Nicht einkommensabhängige Steuern – 44,5 – 35,5
Aufwendungen aus Ergebnisbeteiligungsvereinbarungen – 26,3 – 53,3
Aufwendungen für nicht betriebstypische Leistungen – 20,3 – 21,8
Projektkosten – 16,2 – 4,4
Übrige betriebliche Aufwendungen1 – 180,1 – 134,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen2 – 917,3 – 737,4
1
Die Vorjahreszahl wurde angepasst und enthält nun die Verluste aus abgegangenen Geschäften.
2
Die Zusammensetzung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurde geändert, siehe Anmerkung „Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Ausweisänderungen“.

Von den Wertminderungen in Höhe von 128,4 Mio € (Vorjahr: 100,2 Mio €) entfielen 120,9 Mio € (Vorjahr: 84,9 Mio €) auf Vermögenswerte, die dem Bereich Forschung und Entwicklung zuzuordnen waren, 6,9 Mio € (Vorjahr: 5,7 Mio €) auf den Verwaltungsbereich und 0,3 Mio € (Vorjahr: 0,1 Mio €) auf vertriebsbezogene Vermögenswerte. Wertminderungen auf Produktionsanlagen wurden in Höhe von 0,3 Mio € (Vorjahr: 5,1 Mio €) vorgenommen. Es wurden keine Wertminderungen auf nicht konsolidierte Beteiligungen und sonstige Finanzinstrumente, die der Kategorie „zur Veräußerung verfügbar“ zugeordnet waren, vorgenommen (Vorjahr: 4,4 Mio €). Weitere Angaben zu den Wertminderungen sind in den Erläuterungen zu den immateriellen Vermögenswerten (siehe Anmerkung [17] „Immaterielle Vermögenswerte“) enthalten.

Die Akquisitionskosten in Höhe von 101,6 Mio € (Vorjahr: 24,5 Mio €) fielen im Jahr 2015 im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Erwerb und der Integration der Sigma-Aldrich Corporation, USA, an. Im Vorjahr waren die Aufwendungen überwiegend im Rahmen der Akquisition der AZ Electronic Materials S.A., Luxemburg, entstanden.

Die Integrations- und IT-Kosten in Höhe von 77,6 Mio € (Vorjahr: 87,2 Mio €) fielen vor allem für die globale Harmonisierung der IT-Landschaft sowie für die Zusammenführung von akquirierten und bestehenden Geschäften an.

Die Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 47,5 Mio € (Vorjahr: 83,9 Mio €) entstanden in voller Höhe (Vorjahr: 79,5 Mio €) im Rahmen des Transformations- und Wachstumsprogramms „Fit für 2018“. Diese Aufwendungen betrafen, wie auch im Vorjahr, überwiegend Personalmaßnahmen, wie beispielsweise den Abbau von Stellen zur Etablierung einer schlankeren und effizienteren Organisation. Von den ausgewiesenen Wertminderungen entfielen 6,9 Mio € (Vorjahr: 4,5 Mio €) auf dieses Programm, sodass sich insgesamt Aufwendungen in Höhe von 54,4 Mio € (Vorjahr: 84,0 Mio €) im Rahmen von „Fit für 2018“ ergaben.

In den übrigen betrieblichen Aufwendungen wurden unter anderem spezielle Umweltschutzkosten und den Funktionsbereichen nicht zuordenbare Personalaufwendungen ausgewiesen.

(14) Finanzergebnis


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in Mio € 2015 2014
Zinserträge und ähnliche Erträge 32,0 30,6
Zinsaufwendungen und ähnliche Aufwendungen – 291,6 – 159,8
Zinsaufwendungen aus Zinsderivaten – 11,4 – 2,6
Zinsanteil aus Währungskurssicherungen – 5,1
Zinsergebnis – 271,0 – 136,9
     
Zinsanteil der Zuführung zu Pensionsrückstellungen und anderen langfristigen Rückstellungen – 45,8 – 55,2
Währungsdifferenzen aus Finanzierungstätigkeit – 39,9 – 13,0
Ergebnis aus Finanzbeteiligungen 0,1
– 356,7 – 205,0

Die im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Zinsaufwendungen waren insbesondere auf Aufwendungen für die im Dezember 2014 begebene Hybridanleihe, die im März 2015 emittierte US-Anleihe sowie die im August 2015 platzierte Euro-Anleihe zurückzuführen. Alle Anleihen sind Teil der Finanzierung der Akquisition der Sigma-Aldrich Corporation, USA. Für weitere Angaben zu den Anleihen von Merck wird auf die Anmerkung [28] „Finanzschulden / Kapitalmanagement“ verwiesen.

In der Position Währungsdifferenzen aus Finanzierungstätigkeit waren im Wesentlichen Aufwendungen aus der Sicherung von konzerninternen Transaktionen in Fremdwährung enthalten. Diese Aufwendungen resultierten aus der Absicherung zu Terminkursen, während die konzerninternen Transaktionen zu Kassakursen bewertet wurden. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr war insbesondere auf das gesunkene Zinsniveau in Europa sowie ein höheres Sicherungsvolumen zurückzuführen.

Der Rückgang bei dem Zinsanteil der Zuführung zu Pensionsrückstellungen und anderen langfristigen Rückstellungen resultierte im Wesentlichen aus niedrigeren Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit langfristigen Rückstellungen.

(15) Ertragsteuern


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in Mio € 2015 2014
Laufende Steuern der Periode – 704,6 – 592,4
Periodenfremde Steuern – 95,1 – 21,9
Latente Steuern der Periode 431,7 222,1
– 368,0 – 392,2

In der nachstehenden Tabelle wird von dem theoretischen Steueraufwand auf die Steuern gemäß Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übergeleitet. Der theoretische Steueraufwand ergab sich aus der Anwendung des Steuersatzes einer Kapitalgesellschaft mit Sitz in Darmstadt in Höhe von 30,7%.


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in Mio € 2015 2014
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.486,5 1.557,0
 
Steuersatz Kapitalgesellschaft 30,7 % 30,7 %
Theoretischer Steueraufwand – 456,4 – 478,0
Steuersatzdifferenzen 151,1 100,8
Steuereffekt von Gesellschaften mit negativem Konzernbeitrag – 22,0 – 15,8
Periodenfremde Steuern – 95,1 – 21,9
Steueranrechnungen 520,7 23,2
Steuereffekte auf Verlustvorträge 16,1 18,5
Steuereffekt durch nicht abzugsfähige Aufwendungen / steuerfreie Erträge / sonstige Steuereffekte – 482,4 – 19,0
   
Steueraufwand gemäß Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung – 368,0 – 392,2
   
Steuerquote gemäß Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 24,8 % 25,2 %

Die Steueraufwendungen beinhalteten die Körperschaft- und Gewerbesteuern der inländischen Gesellschaften sowie vergleichbare Ertragsteuern ausländischer Gesellschaften.

Die höheren Steueranrechnungen entstanden im Wesentlichen in den USA aufgrund der Berücksichtigung von Dividendenerträgen aus Hochsteuerländern. Diese Dividendenerträge sind jedoch zugleich in den USA steuerpflichtig und der Steueraufwand wurde in der Position „Steuereffekt durch nicht abzugsfähige Aufwendungen / steuerfreie Erträge / sonstige Steuereffekte“ gezeigt. Die Veränderung der Position periodenfremde Steuern resultiert unter anderem aus der Zuführung von Rückstellungen für Betriebsprüfungen.

Die Überleitung der latenten Steuern in der Konzernbilanz einerseits und der latenten Steuern in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung andererseits stellte sich wie folgt dar:


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22 KB EXCEL
in Mio € 2015 2014
Veränderung aktiver latenter Steuern gemäß Konzernbilanz 56,7 256,5
Veränderung passiver latenter Steuern gemäß Konzernbilanz – 2.034,3 – 152,9
Veränderung erfolgsneutral gebildeter aktiver / passiver latenter Steuern 41,4 – 177,4
Konsolidierungskreisänderungen / Wechselkursänderungen / sonstige Veränderungen 2.367,9 295,9
Latente Steuern gemäß Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 431,7 222,1

Die Verlustvorträge gliederten sich wie nachstehend aufgeführt:


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  31.12. 2015 31.12. 2014
in Mio € Deutschland Ausland Gesamt Deutschland Ausland Gesamt
Verlustvorträge 22,3 1.183,7 1.206,0 8,0 948,4 956,4
Davon:
Mit latentem Steueranspruch
5,4 447,5 452,9 3,1 292,5 295,6
Latenter Steueranspruch 0,4 113,9 114,3 0,5 71,5 72,0
Davon:
Ohne latenten Steueranspruch
16,9 736,2 753,1 4,9 655,9 660,8
Theoretischer
latenter Steueranspruch
2,5 186,0 188,5 0,8 106,5 107,3

Der Anstieg der Verlustvorträge im Ausland resultierte im Wesentlichen aus der Berücksichtigung von Verlustvorträgen in Luxemburg sowie aus dem Akquisitionsvehikel Mario Finance Corp., USA, in der Zinsaufwendungen für die Finanzierung der Akquisition der Sigma-Aldrich Corporation, USA, zu einem negativen steuerlichen Ergebnis geführt und den latenten Steueranspruch erhöht haben.

Eine Aktivierung von latenten Steuern auf Verlust- und Zinsvorträge erfolgt nur dann, wenn für Verlustvorträge unter 5,0 Mio € ein Ausgleich innerhalb eines Jahres und für Verlustvorträge über 5,0 Mio € ein Ausgleich innerhalb der nächsten drei Jahre wahrscheinlich ist.

Der überwiegende Teil der Verlustvorträge war entweder zeitlich unbegrenzt oder bis zu 20 Jahre vortragbar.

Die in Deutschland aufgelaufenen Verlustvorträge für Körperschaft- und Gewerbesteuer betrugen 22,3 Mio € (Vorjahr: 8,0 Mio €).

Der theoretisch mögliche latente Steueranspruch auf die nicht bewerteten Verlustvorträge betrug 188,5 Mio € (Vorjahr: 107,3 Mio €).

Durch die Nutzung von in Vorjahren nicht angesetzten steuerlichen Verlustvorträgen ergab sich im Jahr 2015 eine Verminderung der Ertragsteuerbelastung in Höhe von 16,1 Mio € (Vorjahr: 18,5 Mio €).

Die latenten Steueransprüche und Steuerschulden entfielen auf folgende Bilanzposten:


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31.12. 2015 31.12. 2014
in Mio € Aktiva Passiva Aktiva Passiva
Immaterielle Vermögenswerte 80,1 2.859,9 72,2 1.047,5
Sachanlagen 23,4 169,3 16,1 69,8
Kurz- und langfristige finanzielle Vermögenswerte 10,4 11,8 0,1 3,6
Vorräte 627,0 28,7 507,6 10,2
Kurz- und langfristige Forderungen / sonstige Vermögenswerte 25,9 10,8 57,5 7,4
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 351,3 69,6 338,0 47,2
Kurz- und langfristige sonstige Rückstellungen 308,2 35,8 308,1 72,5
Kurz- und langfristige Verbindlichkeiten 124,9 19,7 120,0 36,0
Steuerliche Verlustvorträge 114,3 72,0
Steueranrechnungen / Sonstiges 163,5 426,5 18,7 41,6
Saldierung aktiver und passiver latenter Steuern – 779,4 – 779,4 – 517,4 – 517,4
Latente Steuern gemäß Konzernbilanz 1.049,6 2.852,7 992,9 818,4

Der Anstieg der passiven latenten Steuern auf Vermögenswerte ist im Wesentlichen auf deren Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert im Rahmen der Kaufpreisallokation der Sigma-Aldrich Corporation, USA, zurückzuführen.

Neben den latenten Steueransprüchen auf Verlustvorträge in Höhe von 114,3 Mio € (Vorjahr: 72,0 Mio €) führten temporäre Unterschiede zu latenten Steueransprüchen in Höhe von 935,3 Mio € (Vorjahr: 920,9 Mio €).

Am Bilanzstichtag wurden für temporäre Unterschiede auf Anteile an Tochterunternehmen latente Steuern berücksichtigt, soweit diese geplante Dividendenausschüttungen betrafen und diesbezüglich eine Umkehr der Unterschiede absehbar war. Für die steuerlichen Mehr- und Minderbelastungen aufgrund von Dividendenausschüttungen wurden latente Steuerschulden von insgesamt 391,2 Mio € (Vorjahr: 31,0 Mio €) erfasst. Der Anstieg resultierte aus geplanten Dividendenausschüttungen von Gesellschaften, die im Rahmen der Akquisition von Sigma-Aldrich zugegangen sind. Die temporären Unterschiede, bezogen auf thesaurierte Gewinne der Tochtergesellschaften, beliefen sich auf 5.247,7 Mio € (Vorjahr: 5.194,3 Mio €).

(16) Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich aus dem den Anteilseignern der Merck KGaA zustehenden Ergebnis nach Steuern, dividiert durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der theoretisch ausstehenden Aktien. Die theoretische Aktienzahl berücksichtigt, dass das Komplementärkapital nicht in Aktien verbrieft ist. Entsprechend der Unterteilung des Grundkapitals in Höhe von 168,0 Mio € in 129.242.252 Aktien errechnete sich eine theoretische Aktienzahl von 305.535.626 Stück für das Komplementärkapital in Höhe von 397,2 Mio €. Insgesamt ergaben sich somit 565,2 Mio € beziehungsweise 434.777.878 theoretisch ausstehende Aktien. Die gewichtete durchschnittliche Aktienzahl im Jahr 2015 belief sich ebenfalls auf 434.777.878 Stück.

Das Ergebnis je Aktie aus aufgegebenem Geschäftsbereich resultierte aus dem mit Weiterveräußerungsabsicht erworbenen Geschäft im Zusammenhang mit der Akquisition der Sigma-Aldrich Corporation, USA (siehe Anmerkung [4] „Akquisitionen sowie zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen“).

Zum Stichtag existierten keine potenziell verwässernd wirkenden Aktien. Das verwässerte Ergebnis je Aktie entsprach dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.